Abstrakts von Publikationen bzw. Präsentationen bei kinderkardiologischen Kongressen
Posterpräsentation:
NEURALLY ADJUSTED VENTILATORY ASSIST (NAVA) VENTILATION IN INFANTS WITH
PARESIS OF N. PHRENICUS AFTER CORRECTION OF CONGENITAL HEART DISEASE
Robert Weinzettel, Paul Braza, Irmgard Pomberger , Franz Hornath , Helene Seipelt, Gertraud Geiselseder, Gerald Tulzer
Permanentes multisite pacing des Systemventrikels bei HLHS mit Herzinsuffizienz nach Glenn Operation.
M. Pinter, R. Mair, Kinderherzzentrum Linz
Hintergrund: Die kardiale Resynchronisation ist eine etablierte Therapieform der Herzinsuffizienz bei entsprechenden Kriterien. Die Indikationen und Voraussetzungen bei Erwachsenen mit Herzinsuffizienz sind gut definiert, die Erfolgsrate liegt um 75%. Die Anwendung bei kongenitalen Vitien ist deutlich restriktiver, dementsprechend sind die Erfahrungen auch weniger.
Fallbericht: Bei einem Patienten mit HLHS und Rechtsherzversagen vor Glenn Operation haben wir Möglichkeiten gesucht, die voraussehbare postoperative Myokarddepression optimal behandeln zu können. In Anbetracht der regionalen Kontraktilitätsstörungen schien ein postoperatives multisite pacing als sinnvoll. Beim postoperativen transienten pacing wurde die Vorhofseletkrode in üblicherweise in bipolarer Form auf die rechte Vorhofswand epicardial aufgebracht. Die ventrikulären Elektroden wurden auch bipolar appliziert, aber in einer Dreiecksform, wo die indifferente Elektrode (+) apical, die differenten (-) Elektroden basal-lateral (TK-nahe) und ventral (Ausflusstrakt - ca 15mm von der PK) fixiert wurden. Bei dem endgültigen System (Medtronic INSYNC III) wurde die oben genannte Anordnung mit einer bipolaren Vorhofselektrode und unipolaren Ventrikelelektroden beibehalten.
Ergebnisse: Schon unmittelbar postoperativ konnten wir den positiven Effekt eindeutig dokumentieren. Bis zum Zeitpunkt des sekundären Thoraxverschlusses blieb der Effekt aufrecht, so wurde die Entscheidung für ein permanentes System getroffen. Während des bisherigen Verlaufes von 4 Monaten traten keine Komplikationen auf. Mit verschiedenen, nichtinvasiven Methoden (tissue doppler, 2D-strain, vector velocity imaging) wurde die Effektivität demonstriert. Permanentes multisite pacing des Systemventrikels bei HLHS nach Glenn Operation sollte als Therapieoption bei Herzinsuffizienz erwogen werden.
Early and mid-term results of the arterial switch operation (ASO) in 114 consecutive patients: a single center experience
Prandstetter C, Hofer A, Lechner E, Mair R, Sames- Dolzer E, Tulzer G
Background: The ASO has become the treatment of choice in patients with simple or complex transposition of the great arteries (TGA). The purpose of this study was to assess early and mid-term outcome in a single center after ASO in this patient collective.
Patients and methods: Between 1995 and December 2005 114 consecutive patients underwent an ASO at our institution, performed by one single surgeon. Patient charts, echo- and angiograms were retrospectively reviewed and patients were analyzed in 3 different groups: Group I consisted of 77 neonates with TGA and intact ventricular septum, group II of 13 patients with TGA and ventricular septal defect which had to be closed surgically and group III of 24 neonates with varies forms of TGA in a complex setting (table2). The median weight was 3.23 kg (range: 1.65 – 8.30) . Twenty five neonates were born preterm, 18 diagnosed prenatally.
Results: Thirty-day mortality rate of 1.75% was observed after complete of follow up with 1 further late death (0.89%) . Only one early coronary event occurred, no late events have been reported. After a median follow-up of 20.7 months (range 0.3-128.6) of 111 survivors 10 required cardiovascular reoperation, all but 1 came out of group III. Freedom from reoperation at 5 years was: 87.5%. Prevalence of supravalvular pulmonary stenosis was 4.7%. In our patient series the only risk factor for increased mortality and morbidity was a body weight of less than 2500g at the time of operation. No better outcome could be demonstrated in the prenatal diagnosed patients.
Conclusion: The ASO can be performed safely and with a low mortality and morbidity even in patients with complexe TGA. Follow-up of these patients is required to detect residual problems like supravalvular pulmonary stenosis, coronary problems, arrhythmias and aortic valve dysfunction.
Seltene kardiale Ursache eines Pleuraempyems
T. Wagner , C Scheibenpflug Kinderintensivstation Donauspital Wien, E Lechner, R Mair, G Tulzer, Kinderherzzentrum Linz
Zusammenfassung
Hintergrund: Es soll durch diese Kasuistik auf eine seltene kardiale Ursache eines pädiatrischen Notfalls mit unspezifischer klinischer Präsentation aufmerksam gemacht werden. Fallbericht: Ein 5 Monate altes Mädchen wird mit unspezifischen Symptomen in der Notfallambulanz vorgestellt. Unter der Arbeitsdiagnose Pneumonie mit Erguss erfolgt die Aufnahme. Der klinische Zustand der Patientin verschlechtert sich rasch und der intensivmedizinische Behandlungsaufwand ist hoch. Typisches EKG und Echokardiogramm sind für die Diagnose des seltenen Bland-White-Garland Syndroms wegweisend. Das Kind wird an das Kinderherzzentrum verlegt, wo es erfolgreich operiert wird. Zur Sanierung der pulmonalen Situation erfolgt der Rücktransfer an unser Spital. Schlussfolgerung: Hinter unspezifischer klinischer Symptomatik kann sich eine seltene, mitunter bedrohliche Pathologie verbergen, der die Erstdiagnose nicht im vollen Umfang gerecht wird.
Offene Herzoperation von angeborenen Herzfehlern bei Neu- und Frühgeborenen mit unter 2,5 kg
E. Lechner, A. Hofer, R. Mair, E. Sames-Dolzer, JJ. Steiner, D. Vondrys, G.Tulzer
Hintergrund: Der klinische Zustand des Patienten kann es erforderlich machen, angeborene Herzfehler trotz niedrigen Körpergewichts an der HLM zu operieren.Methode und Ergebnisse: Von Nov. 1997 bis Dez. 2006 wurden 46 konsekutive Kinder mit einem Gewicht von < 2500g einer Korrekturoperation (n=34) oder einer Norwood-Operation (n=12) unterzogen. Eine retrospektive Analyse inkludierte 23 männliche und 23 weibliche Patienten mit einem medianen Alter von 10 Tagen (2 - 110) und einem medianen Gewicht von 2260g (1280g - 2480g). 34 (74%) Kinder waren Frühgeborene, 7 waren kritisch krank und 21 waren präoperativ beatmet. Die Diagnosen waren: TGA (13), hypoplastisches Linksherz (12), VSD mit unterbrochenem oder hypoplastischem Aortenbogen (5), VSD (4), Fallot´sche Tetralogie (3), Lungenvenenfehlmündung (2), aorto-pulmonales Fenster (1), kritische Aortenstenose (1), kompletter AV Kanal (1), Pulmonalatresie mit intaktem Ventrikelseptum(1), Trunkus arteriosus communis(1), links atrialer Tumor(1), Thrombus an der ventrikulo-atrialen Ableitung mit ASD (1). Die 30-Tage Mortalität war 13% . Alter, Geschlecht, Gewicht, Frühgeburtlichkeit, extrakardiale Malformationen und Aortenklemmzeit beeinflussten die Mortalität nicht. Die Patienten waren im median 7 Tage beatmet, 12 Tage in Intensivtherapie und 26 Tage in stationärer Behandlung. Nach einer medianen Beobachtungszeit von 2,6 Jahren betrug die Gesamtmortalität 21% (10/46). Bei 12/34 Überlebenden waren insgesamt 19 Reoperationen erfoderlich. 11/34 Patienten, wobei bei 5 dieser Patienten ein Syndrom diagnostiziert wurde, zeigten ein neurologisches Defizit. Schlussfolgerung: Operationen an der Herz- Lungen-Maschine können bei Kindern unter 2,5 kg mit akzeptabler Mortalität und Morbidität durchgeführt werden. Alter und Gewicht bei der Operation beeinflussen weder Mortalität, noch die neurologische Entwicklung.
Primärkorrektur der Fallot´schen Tetralogie bei Neugeborenen und Säuglingen bis zum vollendeten 4. Lebensmonat
M. Tamesberger, E. Lechner, R. Mair, A. Hofer, E. Sames- Dolzer, G. Tulzer
Hintergrund: Der optimale Zeitpunkt für die Korrekturoperation der Fallot´schen Tetralogie wird kontrovers diskutiert. Vorteile einer frühenVollkorrektur sind die rasche Beseitigung der rechtsventrikulären Ausflusstraktobstruktion, die Linderung systemischer Hypoxie, die vermutlich bessere Langzeit Prognose und die Vermeidung einer Palliativoperation. Als Nachteil wird ein eventuell erhöhtes Operationsrisiko angesehen. Ziel dieser Studie war es, Morbidität und Mortalität der frühen Vollkorrektur zu untersuchen und herauszufinden, ob Neugeborene ein erhöhtes Risiko aufweisen. Methode und Ergebnisse: Die retrospektive Analyse beinhaltete 90 konsekutive Patienten mit Fallot´scher Tetralogie mit Pulmonalstenose, die von 1995-2006 einer primären Frühkorrektur unterzogen wurden. Die Daten wurden in 2 Gruppen analysiert. Gruppe A (n=17) waren Neugeborene jünger als 21 Tage, die wegen duktusabhängiger Lungenperfusion oder schwerer Hypoxie akut operiert wurden. Gruppe B (n=73) beinhaltete alle elektiv operierten Säuglinge jünger als 4 Monate. Im Gesamtkollektiv betrug die 30-Tage- Mortalität 0%, die Spätmortalität 2% (2/90). Beide Todesfälle traten in Gruppe B auf und waren nicht mit der Operation assoziiert. Die Gesamtüberlebensrate nach einer medianen Follow-up Zeit von 4,7 Jahren war 98% (88/90). Es benötigten 12/88 Patienten (14%) eine Reintervention, 7/88 (8%) eine Reoperation. Signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen bestanden in einer niedrigeren (p=0,02) Aortenklemmzeit, einem höheren Bedarf an transannulären Patches (p=0,045) und häufigeren Reinterventionen (p=0,046) in Gruppe A.Schlussfolgerung: Die primäre Frühkorrektur einer Fallot´schen Tetralogie kann bei Kindern bis zum vollendeten 4. Lebensmonat sicher durchgeführt werden, wobei sich in Mortalität und perioperativen Komplikationen die Neugeborenen nicht von älteren Säuglingen unterscheiden.
Aminoterminal-
brain natriuretic peptide levels in children and adolescents after
Fontan operation correlate with congestive heart failure
Lechner E, Gitter R, Mair R, Pinter M, Schreier- Lechner E, Vondrys D, Tulzer G
The aim of this study was to generate normal values of aminoterminal- pro brain natriuretic peptide (NT- pro BNP) in children and adolescents after Fontan operation without CHF and to test the hypothesis that plasma levels of NT- pro BNP correlate with clinical severity of congestive heart failure (CHF). NT-pro BNP plasma levels of 59 consecutive patients with a median age of 8.4 years after Fontan operation were measured using an automated enzyme immuno assay. The 97.5th percentile of NT- pro BNP in patients without CHF was 282.3 pg/ml. The clinical severity of heart failure was quantified by a paediatric cardiologist using the New York university pediatric heart failure index (NYUPHFI). NT-pro BNP levels correlated with the NYUPHFI (p=0.001). In patients with CHF (14/59) the NT-pro BNP levels were significantly higher (median 399, range: 140–5440 pg/ml) than in patients without CHF (median 96, range: 11–376 pg/ml). NT- pro BNP levels of patients with Fontan circulation without CHF are similar to those of healthy children. Plasma NT- pro BNP concentrations correlate with severity of heart failure in children and adolescents after Fontan operation. Plasma NT-pro BNP levels can help clinicians in the detection and assessment of CHF in paediatric patients with Fontan circulation.
Hypoplastisches Linksherz Therapie vs Fetozid
G.Tulzer
Progression of fetal congenital heart disease and rationale of prenatal intervention
G.Tulzer
In postnatal life progression of heart disease has been clearly
documented. Natural history studies have been performed and as a
consequence, guidelines for interventions (drugs, interventional or
surgical procedures) have been developed. Early detection of fetal
heart disease, even in the first trimester, is feasible and these
fetuses can be followed in-utero for months. Progression of fetal
congenital heart disease has been widely documented in case reports and
small case series. Any cardiac valve can become more stenotic, even
atretic or more incompetent during the course of pregancy, potentially
leading to secondary damage to the heart and lungs. Consecutive
impaired growth of ventricles and/or vessels may result in a
univentricular circulation postnatally. Valve regurgitations have the
potential to lead to hypertrophy, congestive heart failure and hydrops.
Theoretically, as in postnatal life, timely fetal intracardiac
intervention should lead to normalization or improvement of flows,
pressures and hemodynamics, thus preventing secondary damage to the
fetal heart and organs, congestive heart failure or fetal death.
Cardiac lesions, that might profit from timely interventions could be
subgroups of: critical valvar aortic stenosis, critical valvar
pulmonary stenosis, pulmonary atresia with intact septum or a closed or
severly restricitve foramen ovale in cases of left heart obstructive
lesions like e.g. hypoplastic left heart syndrome. Successful in-utero
dilatation of aortic and pulmonary valve, perforation of valvar
pulmonary atresia and atrio-septostomy with ballon dilation of the
created ASD have already been reported. As these procedures carry a
high risk of technical problems, morbidity and mortality, careful
patient selection is crucial
Normal mid-trimester heart: echo features
G Tulzer
A very good time for a routine fetal echocardiography is between 18 and
22 weeks gestation. Cardiac structures are usually best visualised at
that time.
As in postnatal echocardiography a segmental approach to the fetal heart should be used.
1) Fetal position, Situs
2) Four chamber view:
a. Atria (venous connections)
b. Atrioventricular connections
c. Ventricles, Septum
3) Ventriculo-arterial connections
4) Great vessels, arches
The first thing to start with is to determine fetal position (breech or
vertex) in order to be able to establish the situs of the baby’s organs
and right-left relationships. IVC and SVC should connect to the right
and pulmonary veins to the left atrium.
Four-chamber view: it is obtained in a cross section of the fetal chest
above the diaphragm. The area of the fetal heart should not exceed 1/3
of the chest area. It is important to judge the symmetry of all 4
chambers. Both ventricles should be of almost equal size as should be
the atria. There should be 2 clearly separated AV valves connected to
good performing (squeezing) ventricles. Larger defects of the
ventricular inlet septum can be ruled out in this view.
Outflow tracts: Moving the scan plane from the 4-chamber view towards
the fetal head allows visualisation of both outflow tracts. First the
left ventricular outflowtract with aortic valve can be seen followed by
the crossover of the right ventricular outflowtract with pulmonary
valve and pulmonary artery bifurcation. Both great vessels should be of
approximately the same size, too, and any disproportion at the great
artery level is suspicious of a cardiac anomaly. Further continuation
of this sweep towards the fetal head reveals the
Fetal aortic and ductal arch: these two arches run in a „V“-shaped
fashion towards the fetal spine, joining to form the descending aorta.
Together with the superior vena cava, 3 vessels can be seen in a high
cross sectional plane of the fetal chest (3-vessel view, see image
below) Like the atria, ventricles and great vessels, these arches
should be of almost equal size. Both can also be visualised in a
modified saggital plane. The aortic arch is identified by the
originating head vessels, the more posterior origin (in the middle of
the heart) and the tighter curve compared to the ductal arch.
Doppler has significantly increased the amount of information that can
be obtained from an echocardiogram. Doppler ultrasound allows
quantification of certain cardiac lesions as well as estimation of
intracardiac pressures. It also improves the assessment of ventricular
performance and in combination with two-dimensional echocardiography
gives information about volume flow.
Doppler echocardiography in normal fetal hemodynamics
A complete fetal Doppler echocardiographic study should include Doppler
interrogation of blood flow across the AV valves (tricuspid- and mitral
valve), semilunar valves (pulmonary valve, aortic valve), ductus
arteriosus and inferior vena cava (IVC) and/or hepatic veins (HV).
Additionally it is possible to sample flow of pulmonary veins (PV) near
the left atrium and flow across the foramen ovale.
AV-valve Doppler
Doppler examination of flow across the AV valves provides information
about the presence of AV valve regurgitation and/or stenosis.
Additionally, diastolic function and cardiac rhythm can be assessed. In
the normal human fetus there is no difference in the shape of the
Doppler tracing across tricuspid or mitral valve. As in postnatal life
it consists of two clearly separated peaks, the first peak representing
early diastolic ventricular filling (E-wave) and the second peak
representing late diastolic ventricular filling due to atrial
contraction (A-wave)
Attention should be paid to the following points:
(1) Two separate peaks in the Doppler tracing? This suggests normal
cardiac rhythm and AV conduction. However when the heart rate increases
above 180 beats per minute, both peaks move closer together and may
appear as only one peak.
(2) Inflow velocity within normal range for gestational age? It is
increased in the presence of AV valves stenosis or volume overload of
the respective ventricle or both, and decreased in congestive heart
failure.
(3) AV valve regurgitation? Colour Doppler is superior to PW or CW
Doppler in detecting regurgitant jets within the atria. In a normal
fetus with a structurally normal heart, AV valve regurgitation is a
rare finding and, if present, only trivial. Thus, AV valve
regurgitation is a strong marker of a structural or hemodynamic
abnormality and must lead to a careful fetal evaluation.
Semilunar valve Doppler
Doppler examination of flow across the semilunar valves provides
information about the presence and severity of valvar stenosis and/or
regurgitation. Additionally, it can be used to assess systolic function
and cardiac output.
Attention should be paid to the following points:
(1) Velocity within normal range for gestational age? Increased
velocities suggest either valvular stenosis or increased flow.
Decreased velocities may be a sign of heart failure
(2) Valvular regurgitation? Diastolic backward flow into the left or
right ventricle is abnormal and suggests structural and/or hemodynamic
pathology.
Ductus arteriosus
In the normal human fetus the highest blood velocity is found within
the ductus arteriosus. More than 50% of the combined ventricular output
is crossing this vessel. Flow across the ductus arteriosus can be
affected in many ways. Therefore interrogation of ductus arteriosus
blood flow velocity should be part of a complete fetal echocardiogram.
Attention should be paid to the following points:
(1) Peak velocity within normal range for gestational age? Increased
peak velocity occurs during ductal constriction and increased right
ventricular output (drug effect?, anaemia?, hypervolemia?, structural
heart defect)
(2) PI < 1.9: ductal constriction; PI > 3: increased RV output
(3) Peak velocity below normal range: congestive heart failure
(4) Direction of flow: reversed flow means ductal dependent pulmonary circulation after birth!
Disproportion in the second trimester: the likely diagnosis
G.Tulzer
In the normal fetal heart, there is usually symmetry of all cardiac
chambers and great vessels. Any sign of disproportion is suspicious and
should prompt a detailed fetal echocardiogram. Disproportion can
involve the atria, ventricles or the great vessels or all of them.
Isolated disproportion of the atria: the most likely situation would be
to find an isolated enlarged right atrium. The reasons for this relate
to the many causes for heart failure, but the right atrium is a final
pathway for blood flow returning to the heart and will manifest
enlargement in situations of relative foramen obstruction, volume
overload, tricuspid valve regurgitation, and increased afterload.
Increased RA size may be due to increased RV end-diastolic pressure,
which may be due to, increased afterload or myocardial impairment.
Isolated disproportion of the ventricles: it is mandatory to find out
whether disproportion is caused by enlargement or hypoplasia of one
ventricle. Both hypoplastic left and hypoplastic right heart syndrome
(like tricuspid atresia or pulmonary atresia with intact septum) may
have normal size atria. Whereas in HLHS there is additional hypoplasia
of the aorta, in HRHS there can be a normal size pulmonary artery.
Disproportion at the atrial and ventricular level: this is the usual
situation. Enlargement or hypoplasia of a ventricular chamber is
usually accompanied with enlargement of the respective atrium.
Enlargement of the right ventricular cavities may be due to congenital
heart disease (coarctation, VSD, TAPVR), acquired (constriction of the
ductus arteriosus) or the consequence of a hemodynamic abnormality
(anaemia, volume overload, increased afterload in IUGR...)
Disproportion at the level of the great arteries: although in most
cases associated with disproportion in the 4-chamber view, this
situation may occur also in the presence of a normal symmetrical
4-chamber view as well. Causes can be subarterial VSDs with anterior or
posterior malalignment causing subpulmonary or subaortic obstruction
respectively or valvar abnormalities (e.g.poststenotic dilatation)
Disproportion can occur in a normal fetal heart, too. It is usually
observed in the third trimester and towards term. The right sided
chambers are larger than the left sided chambers but with an overall
normal heart size (area ratio heart/thorax less than 0,35). In this
situation any other causes of disproportion (coarctation, TAPVR or
IUGR) have to be carefully excluded before assuming the finding within
normal limits.
Interventional experience in Linz:
1) PA/IVS: you know all about this case and have the Lancet ref. + USOG 2003,21:186-188
2) 26.week: Crit AS, severe MR: successful dilatation, severe bleeding
and anaemia, died during first night after the procedure
3) 21.week: Crit AS, dilated LV: LV thrombus formation short after LV puncture, died during procedure
Examples for „what’s wrong with this scan“
1) Ebstein
2) Taussig Bing (DORV, S,D,D Subpulmonary VSD, hypoplastic arch)
Re-Coarctation after Norwood-Operation in Children with Hypoplastic-Left-Heart-Syndrome
Gitter R., Lechner E., Mair R., Tulzer G.
Background: Re-Coarctation (Re-Coa) is a critical condition in children
after Norwood-Operation. We review our experience with Re-Coa in
infants with Hypoplastic-left-heart-syndrome (HLHS).
Methods: Between 1997 and 2003 60 consecutive newborns with HLHS
underwent Norwood-procedure in our institution. Reconstruction of the
aortic-arch was carried out with homograft material from the ascending
aorta to the isthmus. Resection of the isthmus was not performed.
Analyzed parameters were prevalence, time interval between surgery and
diagnosis, treatment and outcome. Re-Coa was defined by
blood-pressure-difference more than 20mmHg between right arm and legs
or by clinical and echocardiographic findings.
Results: 9/60 patients (15 %) developed Re-Coa. Time-interval from
Norwood-Operation was 2-8 months (median 4,5). 2 children were before
and 7 after Glenn-Operation. 3/9 (33%) had signs of
congestive-heart-failure (CHF). RR-difference ranged from 15-55mmHg.
All had moderate to severe tricuspid-insufficiency.
Body-weight at cardiac-catheterization was 3,2-6,4kg (median 4,8).
Peak-to-peak gradient was 10-55mmHg (median 30) and was lower in the
CHF group. In all patients the site of obstruction was the most distal
part of the aortic-arch. Descending aorta was 6-9mm and defined the
maximum balloon-diameter. Angioplasty was performed retrograde in 7 and
antegrade in 2 patients. In all cases a 20mm Tyshak®-Ballon over a
0,014inch floppy-guide-wire was used. Residual gradients ranged from
0-18mmHg (median 7,5). Complications were transient
femoral-artery-occlusion in one case; three patients required repeat
angioplasty within 3-6months and a stent was implanted in one case. Six
patients are free from Re-Coa in follow-up of 14-80 months (median 34).
CHF disappeared in all patients except one child with
spongy-myocardium. There were two late-deaths. One patient with
spongy-myocardium died 9 months and one patient with severe pulmonary
AV-malformations died 12 months after angioplasty, both without aortic
reobstructions.
Conclusion: Re-Coa of the reconstructed aortic arch after
Norwood-Operation was a frequent complication (15%). It developed early
after surgery and frequently with severe signs of CHF. Angioplasty of
Re-Coa was safe and effective even in the CHF-group. However
re-obstruction can occur and might be due to residual ductal-tissue in
the aortic-arch. Complete resection of ductal-tissue and the isthmus in
Norwood-Operation may be beneficial.
The Fontan Procedure in Patients with Severe Pulmonary Arterio-Venous Malformations after a Bidirectional Glenn Operation
Mair. R., Sames E., Hofer. A., Lechner E., Gitter R., Steiner J., Pinter M., Tulzer G.
Objective
Pulmonary arteriovenous malformations are frequently seen after the
bidirectional Glenn op-eration in single ventricle patients. Regression
of PAVMs after the Fontan procedure is de-scribed at least in some case
reports.
PAVMs can lead to serious cyanosis in patients with a bidirectional
Glenn and to severe in-tractable hypoxemia in the immediate
postoperative period after the Fontan procedure. After getting off CPB,
when pulmonary vascular resistance is usually raised, PAVMs lead to
un-controlled and unquantifiable intrapulmonary shunting.
The purpose of our study is to document the effectiveness of nitric
oxide in severe hypoxemia after Fontan operations caused by PAVMs and
the tendency of regression of these malforma-tions after the Fontan
procedure.
Methods
Since July 2001 6 patients with severe pulmonary AV- malformations
after bidirectional Glenn underwent an extracardiac Fontan procedure in
our unit.
All patients had received a bidirectional Glenn 2 – 6 months (0,15 -
0,52 yrs.) after initial pal-liation. O2 saturations prior to the
Fontan procedure ranged between 50 and 87%.
Because of intolerable hypoxemia 5 patients received inhaled NO soon
after weaning from cardiopulmonary bypass. Inhalation was continued in
the intensive care unit as long as neces-sary.
All patients were followed by contrast echocardiography, pulsoxymetry
and 3 of 6 by cathe-terisation to identify the changes in
intrapulmonary shunting after the Fontan operation.
Results
In 5 cases out of 6 inhaled nitric oxide was used to treat intolerable
hypoxemia under 60 % of oxygen saturation. In all cases oxygen
saturation could be raised above 75 %. Duration of NO application was 6
-15 days ( 10,5 ± 4,2 days).
In the follow up the disappearance of PAVMs is documented in 3 patients
by cardiac cathe-terisation. All patients now have oxygen saturations
above 90 % under room air ventilation.
Conclusions
Nitric oxide seems to be a potent agent for redistribution of pulmonary
blood flow into the alveolar capillary bed in cases of severe PAVMs at
the Fontan operation. Because of the pre-sumable regression of PAVMs in
the first year after the Fontan operation we recommend the early
unfenestrated completion of cavopulmonary shunt in these patients.
Truncal Block Rotation – A New Option in DORV or TGA/VSD and Left Ventricular Outflow Tract Stenosis
E.Sames, R.Mair, E. Lechner, A.Hofer, G.Tulzer
BACKGROUND: The classical treatment option in DORV or TGA/VSD and left
ventricular outflow tract (pulmonary or subpulmonary) obstruction is
the Rastelli procedure. A long intraventricular tunnel bearing the risk
of subaortic stenosis and a homograft conduit from the right ventricle
to the pulmonary artery are potential problems of this procedure.
The aortic translocation (Nikaidoh) is an alternative method reported
in some series, coming closer to a more anatomic repair.
However,tension on the right coronary artery, affording its anterior
translocation, and the lack of a pulmonary valve and a separate
backwall of the pulmonary artery are disadvantages of this operation.
METHOD: A 5 yrs old boy with DORV, transposition of the great arteries,
subpulmonary VSD and subpulmonary stenosis was referred to our unit
after 5 palliative procedures which resulted in a common atrium, right
classic Glenn and a stenotic pulmonary artery on the left side.
We performed a take-down of the Glenn and a complete repair using the
principle of truncal block rotation without a homograft valve.
Both great arteries were divided, right and left coronay artery were
excised and mobilized. The complete truncal block (aortic and pulmonary
root en block) was excised including the conal septum, rotated by 180°
and reimplanted. So the original aortic valve is positioned above the
left ventricle. The VSD was closed and the coronaries reimplanted.
Aorta and aortic root were reanastomosed. The pulmonary arteries were
reconnected and reanastomosed to the pulmonary root anterior to the
aorta. The original pulmonary valve, now located over the right
ventricle, was bicuspid and was mobilized by a commissurotomy.
RESULT: The postoperative course was uneventful. He was on the
ventilator for 8 hours, transferred to the normal ward on day 3 and
discharged on day 13.There is no significant gradient across the
pulmonary valve and no residual shunt.
CONCLUSION: In consent with other authors (Yamagishi et al., Haas et
al.) we have demonstrated that the principle of truncal block rotation
has the potential of complete anatomic repair in DORV or TGA/VSD and
LVOT obstruction, especially when the LVOT stenosis is predominantly
subvalvar.
Venous Doppler in fetal right heart disease
Tulzer G. (1), Lechner E.(1), Arzt W.(2)
Children's Heart Center Linz; Department of Peditatric Cardiology (1);
Institute of Prenatal Medicine, Maternity Hospital Linz (2)
Fetal venous blood velocities have been shown to correlate with right
atrial filling pressures. Increased reversal of flow during atrial
systole in the inferior vena cava (IVC) is used as a sign of congestive
heart failure (CHF) but has also been reported in certain cases of
right heart disease (RHD) without other signs of CHF.
Purpose: to assess which forms of fetal RHD affect venous Doppler blood velocities.
Patients and methods: between 2000 and 2004 venous Doppler velocities
(IVC, hepatic vein, ductus venosus, umbilical vein) from a group of 51
fetuses with RHD were studied. CHF was diagnosed if additionally
increased heart size, more than trivial tricuspid regurgitation,
impaired ventricular function or hydrops were present. Fetuses with
IUGR were excluded. Mean gestational age was 27,2±5,6 weeks. Fetuses
were grouped into tricuspid atresia (N=8), pulmonary atresia intact
septum (N=7), DORV (N=8), TOF (N=19), pulmonary stenosis (N=5) and
Ebstein’s anomaly. (N=4). Venous Doppler was considered as abnormal, if
reversal exceeded 7% of forward flow in the IVC or hepatic vein, if
there was enddiastolic zero or reversed flow in the ductus venosus or
enddiastolic umbilical venous pulsations.
Results: abnormal venous Doppler velocities were found in 4/8 fetuses
with tricuspid atresia (all without other signs of CHF), 1/19 with TOF
(a case of absent pulmonary valve syndrome with hydrops), 1/5 with
pulmonary stenosis (with a gradient of 50 mmHg at 27 weeks, no other
signs of CHF), 6/7 with pulmonary atresia intact septum (2 of them with
and 4 without other signs of CHF), 2/4 with Ebstein (both with other
signs of heart failure) and 0/8 of DORV.
Conclusions: Abnormal fetal venous blood velocities in the absence of
other signs of CHF may occur in fetuses with RHD, where the whole or
almost the whole systemic venous return has to pass the foramen ovale
(tricuspid atresia, pulmonary atresia intact septum, critical pulmonary
stenosis). Other forms of RHD seem to have normal systemic venous
Doppler tracings, unless in CHF. This may be important in the
assessment and monitoring of cardiovascular compromise of fetuses with
RHD and may have significant implications for further management.
Assessment of restrictive foramen ovale in the fetus
G Tulzer
Children’s Heart Centre Linz, Linz, Austria
In fetuses with transposition of the great arteries or critical left
sided outflow obstruction a restrictive foramen ovale is a significant
risk factor for an adverse outcome.
Detection of TGA before birth results in decreased neonatal morbidity
and mortality. However there is still a small subgroup of neonates that
die before surgical repair, due to profound hypoxemia because of
inadequate shunting at the atrial level and through the Ductus
Arteriosus. Prenatal restriction of flow across the foramen ovale and /
or ductus Arteriosus may be a result of abnormal intrauterine
hemodynamics and has been identified as a significant risk factor for
postnatal hypoxemia and early neonatal death. Assessment of foramen
ovale (and Ductus Arteriosus) flow in fetuses with TGA is therefore
important to identify these patients and to be prepared for emergency
interventions.
In normal fetuses Feit et al found a foramen ovale to atrial septum
ratio of 0,33 +/- 0,004 (mean +/- SD). Doppler interrogation of the
normal foramen ovale flow usually shows a systolic right to left and
diastolic bidirectional flow. Maximal right to left velocity ranges
from 15 to 40 cm/sec and left to right velocity from 5 – 20 cm/sec.
Based on the finding of Wilson et al, the prenatal appearance of a restrictive foramen ovale can be described as
&Mac183; Redundant: if the aneurysmal septal primum bulges more than 50% of the distance to the left atrial free wall
Maeno YV et al: Circulation 1999;99:1209-1214
Re-Coarctation after Norwood-Operation in Children with Hypoplastic-Left-Heart-Syndrome
Gitter R., Lechner E., Mair R., Tulzer G.
Childrens Heart Center Linz
Background: Re-Coarctation (Re-Coa) is a critical condition in children
after Norwood-Operation. We review our experience with Re-Coa in
infants with Hypoplastic-left-heart-syndrome (HLHS).
Methods: Between 1997 and 2003 60 consecutive newborns with HLHS
underwent Norwood-procedure in our institution. Reconstruction of the
aortic-arch was carried out with homograft material from the ascending
aorta to the isthmus. Resection of the isthmus was not performed.
Analyzed parameters were prevalence, time interval between surgery and
diagnosis, treatment and outcome. Re-Coa was defined by
blood-pressure-difference more than 20mmHg between right arm and legs
or by clinical and echocardiographic findings.
Results: 9/60 patients (15 %) developed Re-Coa. Time-interval from
Norwood-Operation was 2-8 months (median 4,5). 2 children were before
and 7 after Glenn-Operation. 3/9 (33%) had signs of
congestive-heart-failure (CHF). RR-difference ranged from 15-55mmHg.
All had moderate to severe tricuspid-insufficiency.
Body-weight at cardiac-catheterization was 3,2-6,4kg (median 4,8).
Peak-to-peak gradient was 10-55mmHg (median 30) and was lower in the
CHF group. In all patients the site of obstruction was the most distal
part of the aortic-arch. Descending aorta was 6-9mm and defined the
maximum balloon-diameter. Angioplasty was performed retrograde in 7 and
antegrade in 2 patients. In all cases a 20mm Tyshak®-Ballon over a
0,014inch floppy-guide-wire was used. Residual gradients ranged from
0-18mmHg (median 7,5). Complications were transient
femoral-artery-occlusion in one case; three patients required repeat
angioplasty within 3-6months and a stent was implanted in one case. Six
patients are free from Re-Coa in follow-up of 14-80 months (median 34).
CHF disappeared in all patients except one child with
spongy-myocardium. There were two late-deaths. One patient with
spongy-myocardium died 9 months and one patient with severe pulmonary
AV-malformations died 12 months after angioplasty, both without aortic
reobstructions.
Conclusion: Re-Coa of the reconstructed aortic arch after
Norwood-Operation was a frequent complication (15%). It developed early
after surgery and frequently with severe signs of CHF. Angioplasty of
Re-Coa was safe and effective even in the CHF-group. However
re-obstruction can occur and might be due to residual ductal-tissue in
the aortic-arch. Complete resection of ductal-tissue and the isthmus in
Norwood-Operation may be beneficial.
Successful biventricular repair following in-utero balloon dilation of critical aortic stenosis
G.Tulzer, W.Arzt, R.Mair, E.Lechner, G.Geiselseder. Children’s Heart Center Linz. Linz. Austria
Critical
aortic stenosis (AS) with reversed aortic arch flow in the
mid-trimester fetus usually evolves into hypoplastic left heart
syndrome (HLHS)
We report two cases of successful biventricular
repair following in-utero valvuloplasty. Case 1 presented at 28 weeks
with a grossly dilated poorly contracting left ventricle (LV), signs of
endocardial fibroelastosis, mild mitral regurgitation (MR) (2,9 m/s),
critical AS (1,7 m/s), reversed flow in the aortic arch and ascites.
Transabdominal percutaneous valvuloplasty resulted in antegrade flow in
the aortic arch, ascites disappeared within 7 days. Until delivery at
35 weeks MR velocity increased to 4,5 m/s, aortic velocity to 3,9 m/s
which was attributed to improved ventricular performance. Postnatal
aortic valvuloplasty was unsuccessful in reducing the gradient, so a
neonatal Ross-Konno procedure was carried out. At discharge there was
normal LV size and function. Case 2 had almost aortic atresia (no
measurable gradient) and a dysplastic mitral valve with moderate MR
(4,8 m/s) but no ascites. Balloon dilation was performed at 33 weeks
followed by antegrade aortic arch flow, trivial AR, a residual gradient
of 36 mmHg and improved LV shortening. Valvuloplasty after delivery at
38 weeks again could not reduce the gradient, a Ross-Konno procedure
with mitral valve repair was successful in establishing a biventricular
circulation with good LV function.
Conclusions: These two cases confirm that in critical AS timely
in-utero aortic valvuloplasty is able to improve left ventricular
performance and fetal hemodynamics in a way that the likelihood of a
postnatal biventricular repair is increased.
Transcatheter device occlusion of fenestration after extracardiac Fontan procedure – a single center experience
Gitter R
Objective:
To review the results of routine interventional fenestration closure in
a single center regarding haemodynamic data before and after closure.
Methods and Patients: Between 5/2001 and 8/2006 40 consecutive patients
received interventional closure of a 4mm fenestration in an
extracardiac GoreTex-Konduit three months after surgery. Diagnoses were
HLHS in 16, classic single-ventricle in 7, imbalanced CAVC in 3, TA in
5, DORV in 6, PA/IVS in 2 and CCTGA in 1 patient. Mean age was 53
months, median-weight 16kg (12-62kg), median length 102cm (82-175cm),
30 patients were in constant sinus-rhythm, 10 in atrial-rhythm. CVP
ranged from 9-21mmHg (median 13mmHg) with a transpulmonary gradient
from 3-11mmHg (median 5mmHg), mixed-venous-saturation was at a median
of 65% (39-72%) whereas aortic saturations were at a median of 88%
(75-94%).
Results: All but one fenestrations were closed successfully with
Amplatzer-ASO in 34 and Helex- occluder in 6 cases with one significant
residual shunt in the Helex-group. CVP stayed at same level (9-21mmHg,
median 13mmHg), mixed venous saturation dropped slightly to a median of
62.5% (38-72%). As aortic saturation rose to a median of 95% (87-98%)
there was bigger AV-saturation difference of 32,5% in median (22-50).
One patient with a MVO of 38% had congestive heart failure and the
fenestration was left open. All patients again were put on cumarin. In
a median follow up of 25 months (3-48months) thrombus formation in the
fontan-baffle without clinical symptoms was seen in one case. One
patient developed severe plastic bronchitis and the fenestration had to
be reopened surgically. Until now no cases of congestive heart failure
or protein-loosing enteropathy were observed. No further loss of
sinus-rhythm could be seen.
Conclusion: Transcatheter closure of fenestration in extracardiac
Fontan-baffles is a safe an uncomplicated procedure. We could not find
significant changes in central venous pressures and the partially
remarkable increase in arterio-venous saturation difference had no
clinical impact up to the observed level. So until yet in our
experience no clear clut-off point wether a fenestration can be closed
or not can be defined.
Closed or restrictive foramen ovale in hypoplastic left heart syndrome: a significant risk factor?
G Tulzer, R Mair, E Lechner, E Sames, W Arzt
Children’s Heart Center Linz, Linz, Austria
Although surgical results in children with hypoplastic left heart
syndrome (HLHS) have substantially improved, there is still a
significant mortality and morbidity. A restrictive or absent foramen
ovale (FO) has been shown to cause significant impairment of pulmonary
vessels. The purpose of this study was to compare outcome in patients
with HLHS with restrictive or closed FO ovale to those with
unrestrictive FO to test the hypothesis, that a restrictive FO is a
significant risk factor.
Patients and Methods: Between 1997 and 2004 60 consecutive newborns
with HLHS and intention to treat were admitted to our institution. In
14 patients (23%) a restrictive FO (<3mm with a mean gradient of 10
mm Hg or more by Doppler) was found (Group A). FO was completely closed
in 3 of them. Group B consisted of 46 newborns with typical HLHS and
non-restricitive FO. Both groups were comparable in terms of
gestational age at birth, birthweight, sex, type of Norwood operation
(RV/PA conduit, modified BT shunt) and length of follow-up.
Results: are shown in Table I. Despite prenatal diagnosis and postnatal
emergency treatment all 3 patients with closed FO died immediatly after
birth prior to surgery due to severe hypoxemia and pulmonary
lymphangiectasia. There was no significant difference in survival
between both groups, however patients of group A required significantly
more and longer intensive care therapy after the Norwood operation and
also after the modified Glenn procedure. Five patients with restrictive
FO had procedures performed prior to stage I Norwood (surgical
atrioseptectomy: 1, ballon atrioseptostomy: 4) to relieve pulmonary
venous congestion. Patients of group A also had significantly more days
of ventilation and days of NO therapy.
Conclusions: A closed FO in patients with HLHS was associated with
preoperative death despite emergency treatment. Patients with
restrictive FO had more postoperative (respiratory) problems, which
could be handled with more and longer intensive care therapy. Despite
there was no difference in short time survival, further studies must be
performed to assess long term outcome.
Speculations: fetuses with HLHS and closed FO could be considered as
possible candidates for in-utero atrioseptostomy to relieve pulmonary
venous congestion and to prevent pulmonary lymphangiectasia.
Truncal Block Rotation – A New Option in DORV or TGA/VSD and Left Ventricular Outflow Tract Stenosis
E.Sames, R.Mair, E. Lechner, A.Hofer, G.Tulzer
BACKGROUND: The classical treatment option in DORV or TGA/VSD and left
ventricular outflow tract (pulmonary or subpulmonary) obstruction is
the Rastelli procedure. A long intraventricular tunnel bearing the risk
of subaortic stenosis and a homograft conduit from the right ventricle
to the pulmonary artery are potential problems of this procedure.
The aortic translocation (Nikaidoh) is an alternative method reported
in some series, coming closer to a more anatomic repair.
However,tension on the right coronary artery, affording its anterior
translocation, and the lack of a pulmonary valve and a separate
backwall of the pulmonary artery are disadvantages of this operation.
METHOD: A 5 yrs old boy with DORV, transposition of the great arteries,
subpulmonary VSD and subpulmonary stenosis was referred to our unit
after 5 palliative procedures which resulted in a common atrium, right
classic Glenn and a stenotic pulmonary artery on the left side.
We performed a take-down of the Glenn and a complete repair using the
principle of truncal block rotation without a homograft valve.
Both great arteries were divided, right and left coronay artery were
excised and mobilized. The complete truncal block (aortic and pulmonary
root en block) was excised including the conal septum, rotated by 180°
and reimplanted. So the original aortic valve is positioned above the
left ventricle. The VSD was closed and the coronaries reimplanted.
Aorta and aortic root were reanastomosed. The pulmonary arteries were
reconnected and reanastomosed to the pulmonary root anterior to the
aorta. The original pulmonary valve, now located over the right
ventricle, was bicuspid and was mobilized by a commissurotomy.
RESULT: The postoperative course was uneventful. He was on the
ventilator for 8 hours, transferred to the normal ward on day 3 and
discharged on day 13.There is no significant gradient across the
pulmonary valve and no residual shunt.
CONCLUSION: In consent with other authors (Yamagishi et al., Haas et
al.) we have demonstrated that the principle of truncal block rotation
has the potential of complete anatomic repair in DORV or TGA/VSD and
LVOT obstruction, especially when the LVOT stenosis is predominantly
subvalvar.
Vasodilatatorischer Schock nach Herzoperation bei Kindern: Therapie mit niedrig dosiertem Vasopressin
Lechner E, Mair R, Tulzer G
Im Rahmen eines septischen Schocks oder einer systemischen
inflammatorischen Reaktion nach cardiopulmonalem Bypass kann es zum
Auftreten einer Vasodilatation und in der Folge schweren Hypotension
bis hin zum vasodilatatorischen Schock kommen. Zur erfolgreichen
Tehrapie des vasodilatatorischen Schocks mit Vasopressin bei
Erwachsenen gibt es zahlreiche Publikationen. Die Erfahrung mit
Vasopressin zur Behandlung des vasodilatatorischen Schocks bei Kindern
ist bisher limitiert und sowohl Indikation, als auch Dosierung sind
noch nicht festgelegt.
Dies ist ein Fallbericht über die erfolgreiche und sichere Anwendung
von Vasopressin in niedriger Dosierung bei zwei Kindern mit schwerer
Hypotension nach Herzoperation. Beim ersten Patienten handelt es sich
um einen 13 Jahre alten Jungen mit Endokarditis der Aorten und
Mitralklappe, der postoperativ eine schwere arterielle Hypotension
entwickelte. Der Einsatz von Norepinephrin führte zur Aggravierung der
präexistenten ventrikulären Arrhythmien. Es wurde deshalb Vasopressin
eingesetzt um einen adäquaten arteriellen Blutdruck zu erzielen.
Vasopressin wurde begonnen mit einer Infusionsrate von 0,00002 U/kg/min
und bis auf 0,0003 U/kg/min gesteigert.
Beim zweiten Fall handelt es sich um ein Neugeborenes nach arterieller
Switch Operation mit vasodilatatorischem Schock, der durch herkömmliche
Vasopressoren nicht kontrolliert werden konnte. Nach Beginn von
Vasopressin in einer Dosis von 0,00008 U/kg/min, das nach Effekt bis
auf 0,0002 U/kg/min gesteigert wurde, konnte innerhalb von einer halben
Stunde ein zufriedenstellender arterieller Blutdruck erreicht werden.
In beiden Fällen wurden keine Nebenwirkungen beobachtet.
Bis es mehr Erfahrung mit Vasopressin zur Behandlung des
vasodilatatorischen Schocks bei Kindern gibt, sollte es bei Kindern
zurückhaltend und sehr vorsichtig eingesetzt werden.
Fetal pulmonary valvotomy for pulmonary atresia with intact septum
Gerald
Tulzer1 MD PhD, Wolfgang Arzt2 MD, Rodney CG Franklin3 MD FRCPCH,
Pamela V Johnson4 MD MRCOG, R Mair1 MD, Helena M Gardiner3,4 MD FRCPCH
Children's Heart Centre Linz, Children's Hospital of Linz1, Department
of Paediatric Cardiology, Department of Prenatal Medicine, Maternity
Hospital, Linz2, Austria
Royal Brompton and Harefield NHS Trust & National Heart and Lung
Institute3; Division of Paediatrics, Obstetrics & Gynaecology,
Faculty of Medicine, Imperial College of Science, Technology and
Medicine, Queen Charlotte's and Chelsea Hospital4, London UK
Background:
The fetal heart is completely formed by 7 weeks gestation but
subsequent growth depends on adequate blood flow through the heart and
vessels. In some cases of congenital pulmonary stenosis, progressive
closure of the pulmonary valve has been demonstrated with resultant
poor growth of the right ventricle, committing the child to a
functionally univentricular circulation. It is logical therefore that
fetal valvotomy of a closing or atretic valve might result in less
serious pathology after birth.
Methods: Fetal pulmonary
valvotomy was performed through the maternal abdomen under ultrasound
guidance in two fetuses at 28 (A) and 30 weeks (B) gestation with
imminent hydrops. The pulmonary valve was perforated through the right
ventricular outflow tract using a 16-gauge needle. The sharp stylet was
removed leaving a sheath in the fetal right ventricular outflow tract
through which a low profile coronary balloon (4mm/1.5 cm (A) and 3.5 mm
/2.0 cm (B)) was fed over a 0.014 inch guide-wire placed in the
arterial duct. Each balloon was safely withdrawn into the sheath and
removed from the fetal heart.
Results: Both pulmonary
valves were successfully perforated and dilated with immediate
improvement in right ventricular function and the fetal circulation
that was sustained for 5 weeks or more. Continued right ventricular
growth was documented. Both fetuses were born alive and well and both
required a modified BT Shunt to support the pulmonary circulation. In
fetus A, the shunt shunt could be successfully removed with 8 months
with simulteneus closure of a large ASD and repair of a double orifice
tricuspid valve. So a successful biventricular repair was achieved with
a normal size right ventricle
Conclusions: Successful
pulmonary valvotomy can be performed in-utero. Imminent hydrops was
reversed allowing the pregnancies to continue with growth of the right
ventricle. Fetal intervention may reduce secondary damage due to
pulmonary atresia and change the postnatal surgical options in selected
cases of semilunar valve stenosis/atresia.
Intraoperativer Verschluß eines muskulären VSD bei komplexem zyanotischen Vitium mit Amplatzer VSD-occluder
R.Gitter, R.Mair, E.Sames, M.Pusch, E.Lechner, Kinderherzzentrum Linz, Austria
Hintergrund:
Der chirurgische Verschluß apikaler muskulärer Ventrikelseptumdefekte
ist technisch schwierig und verlängert bei der Korrektur komplexer
Vitien zusätzlich die Kreislaufstillstandszeit. Wir berichten über den
intraoperativen Verschluß eines großen muskulären VSD mit einem
Amplatzer-VSD-occluder mit dem Ziel die chirurgische Prozedur zu
vereinfachen und zu verkürzen.
Patient: Beim 2,5-jährigen
männlichen Patienten wurde bei DORV (S,D,D) mit double-committed VSD,
hochgradiger Pulmonalstenose, sowie apikalen muskulären VSDs die
Indikation zur intrakardialen Korrektur mit baffle vom linken Ventrikel
zur Aorta und Homograft aus dem rechten Ventrikel auf die
Pulmonalarterie gestellt.
Nach Rechtsventrikulotomie wurde im hypothermen kardiopulmonalen bypass
ein Einführsystem in den rechten Ventrikel eingebracht und damit
problemlos der größte muskuläre VSD passiert. Unter freier Sicht wurde
ein 6mm Amplatzer VSD-occluder in typischer Weise im Defekt
positioniert und freigesetzt. Anschließend wurde die chirurgische
Prozedur fortgesetzt.
Postoperative Echokardiographien zeigten den idealen Sitz des devices,
jedoch einen weiteren hämodynamisch wirksamen apikalen VSD.
Diskussion: Der intraoperative Verschluß von muskulären VSD mit dem
Amplatzer-device ist technisch einfach durchführbar, verkürzt die Zeit
des kardiopulmonalen bypass und vermeidet eine Linksventrikulotomie.
Ähnlich dem chirurgischen Vorgehen ist die intraoperative Bestimmung
residualer Shunts schwierig. Sorgfältige präoperative
echokardiographische Lokalisation und Größenbestimmung der Defekte sind
unumgänglich für eine erfolgreiche Implantation.
Interventioneller Verschluß einer isolierten hämodynamisch wirksamen Koronarfistel beim kleinen Säugling
R.Gitter, E.Lechner, A.Hofer, G.Tulzer, Kinderherzzentrum Linz, Austria
Koronarfisteln
sind eine seltene kongenitale Fehlbildung, die in Abhängigkeit von
Größe und Shuntvolumen bereits im Säuglingsalter zu einer
Linksherzbelastung führen können. Der chirurgische Verschluß gilt im
Säuglingsalter als etablierte Therapie einer isolierten Koronarfistel
beim symptomatischen Patienten.
Wir berichten über den
interventionellen Verschluß einer großen Koronarfistel zwischen der
rechten Koronararterie und dem Einflußtrakt des rechten Ventrikels bei
einem 5 Monate alten weiblichen Säugling mittels einer
Embolisationsspirale.
Die Koronarfistel manifestierte sich im Alter von 4 Wochen durch ein
kontinuierliches systolisch-diastolisches Herzgeräusch.
Echokardiographisch konnte bei dem zunächst gut gedeihenden Kind eine
Zunahme des Fisteldurchmessers von ..... auf ..... mm, sowie eine
zunehmende Volumsbelastung des linken Herzens mit Mitralinsuffizienz
und vollständig retrogradem flow in der Aorta abdominalis verifiziert
werden. Im Alter von 5 Monaten wurde bei beginnender Gedeihstörung die
Indikation zum interventionellen Verschluß der Fistelöffung gestellt.
Selektive Koronarangiographien zeigten eine 6mm haltende geschlängelt
um den Trikuspidalklappenring verlaufende Koronarfistel mit Aneurysma
und Drainage in den rechten Ventrikel knapp unterhalb der AV-Klappe.
Das errechnete Shuntvolumen betrug Qp/Qs von 2:1.
Über einen retrograd in die rechte Koronararterie eingeführten
5F-Führungskatheter mit 0,041inch Innenlumen konnte eine
Embolisationsspirale (Cook-coil 5mm mit 5 Windungen) in der
Fistelöffnung freigesetzt werden und in der Kontrollangiographie der
komplette Verschluß dokumentiert werden. Postinterventionelle
Echokardiographien bei Entlassung nach 2 Tagen, sowie nach 4 Wochen
dokumentierten normalen flow in der Bauchaorta und eine signifikante
Abnahme der Linksbelastungszeichen.
Somit stellt der interventionelle Verschluß einer isolierten
hämodynamischen Koronarfistel auch im jungen Säuglingsalter eine
erfolgversprechende und sichere Alternative zur chirurgischen
Versorgung dar.
Right
ventricular to pulmonary artery shunt instead of modified Blalock
Taussig shunt improves diastolic systemic and cerebral flow in newborns
after the Norwood procedure
G.Tulzer, R Mair, R.Gitter, E Lechner, E Sames, G Geiselseder
Children’s Heart Center Linz, Department of Pediatric Cardiology
In newborns, who underwent a Norwood procedure due to a functionally
univentricular heart combined with aortic arch hypoplasia, pulmonary
blood flow is usually established via a modified Blalock Taussig shunt
(BTS). The lower pulmonary vascular resistance causes a diastolic
run-off into the pulmonary vascular bed, leading to low diastolic
systemic pressures and thus decreased coronary perfusion pressure.
Especially with large shunts, the single ventricle faces a decreasing
coronary perfusion with increasing workload. This has been attributed
to contribute to the early and late mortality and morbidity after stage
I palliation. Placement of a right ventricular to pulmonary shunt
(RV/PA) avoids this diastolic run-off and should therefore improve
systemic diastolic flow. To assess differences in hemodynamics
echocardiographic data of 16 newborns, who underwent a Norwood
procedures was analyzed. 8 newborns with a BTS were compared to 8
newborns with RV/PA Shunt (5 mm diameter). Between the groups there was
no significant difference in weight, preoperative complications or
bypass time. There was no significant AV valve or pulmonary valve
regurgitation except in 1 case with RV/PA Shunt. Echocardiography was
carried out, when children were extubated and in a hemodynamically
stable condition. There were no significant differences in ventricular
inflow and outflow velocities or in shortening fraction. Doppler
examination of descending aortic flow showed holodiastolic reversal of
flow in all children with BTS but holodiastolic antegrade flow in 7/8
children with RV/PA Shunt. Doppler interrogation of the arteria cerebri
anteror showed significantly lower pulsatility index due to higher
enddiastolic and mean velocities in the group with RV/PA Shunts.
Measured gradients across the RV/PA Shunt were 3,46 +/-0,7 m/s (mean
+/- std dev) suggesting normal pulmonary artery pressures.
Right ventricular to pulmonary artery shunt instead of modified Blalock
Taussig shunt improves diastolic systemic and cerebral flow in newborns
after the Norwood procedure and should thus improve coronary and brain
perfusion leading to a more stable hemodynamic situation after stage I
palliation.
Operation am offenem Herzen bei Kindern unter 3 kg – zu riskant?
Daten und Erfahrungen des Linzer Kinderherzzentrums
J.Steiner, G.Tulzer, R. Mair, R.Gitter, E.Lechner, G.Geiselseder, E.Sames
Kinder Herzzentrum Linz
Einleitung:
Operationen am offenen Herzen bei sehr kleinen oder jungen Patienten
stellen eine große Herausforderung für das gesamte operative,
intensivmedizinische und kardiologische Management dar. Man steht nicht
selten vor der Situation, dass das Versagen konservativer
Therapiemöglichkeiten einen kurzfristig zu planenden operativen
Eingriff notwendig macht.
Prinzipiell bieten sich bei Vorliegen eines komplexeren Vitiums zwei operative Möglichkeiten an .
Erstens eine primäre Palliation ohne Zuhilfenahme einer
Herz-Lungenmaschine (HLM ) ,wie z.B. die Anlage eines Blalock-Taussig
Shunts zur Sicherstellung einer adäquaten Lungenperfusion bei
hochgradigen Pulmonalstenosen oder –atresien ; oder ein Banding der
Pulmonalarterie zur Verhinderung einer pulmonalen Hyperperfusion bei
Shuntvitien , um erst zu einem späteren Zeitpunkt die definitive
Korrektur an der HLM durchführen zu können. Der Nachteil dieser Methode
ist das Persistieren einer Zyanose bzw. vermehrten Druck - und
Volumsbelastung über Monate und Jahre, wodurch ohne Zweifel relevante
Schäden am Myokard gesetzt werden. Diese myokardialen Schäden wirken
sich meist nicht sofort sondern erst nach einigen Jahren in Form von
Ventrikelfunktionsstörungen, Herzversagen oder Rhythmusstörungen aus.
Zudem besteht bei diesen Palliationen eine nicht unerhebliche
Morbidität. Der Vorteil aber wurde bislang in dem geringeren
Operationsrisiko gesehen. Daher wurde in vielen Zentren dieser Methode
häufig der Vorzug gegeben.
Die zweite Möglichkeit besteht in der Primärkorrektur, um die
wesentlichen Vorteile einer möglichst physiologischen Hämodynamik
ausnützen zu können. Die frühzeitige Beseitigung von Zyanosen, Shunts
und Stenosen ist ohne Zweifel heute die Therapie der Wahl, wenn eine
derartige Korrektur ohne allzugroßes Risiko erfolgen kann. Gefahren
einer offenen Herzoperation bei sehr kleinen Neugeborenen bestehen in
der allgemeinen Unreife, einer erhöhten Gefahr intrakranieller
Blutungen, einer aufgrund der Kleinheit der Gefäße oft wesentlich
schwierigeren Situation für den Herzchirurgen und dem wesentlich
heikleren Management an der Herz Lungenmaschine, deren Schlauchsystem
oft schon mehr als das Blutvolumen des Kindes fasst.
Am Kinderherzzentrum Linz werden seit einigen Jahren Primärkorrekturen auch bei Kindern unter 3 kg durchgeführt.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Mortalität und Morbidität unseres
Patientenkollektives mit einem Gewicht von unter 3 Kg zum Zeitpunkt der
Operation zu analysieren.
Intraoperative
interventional closure of a large apical VSD using the
Amplatzer-VSD-occluder in a child with complex cyanotic heart disease
R.Gitter, R.Mair, E.Sames, M.Pusch, E.Lechner, Childrens Heart Center Linz, Austria
Background: Surgical closure of apical muscular ventricular septal
defects (mVSD) is difficult, prolonges duration of cardiac arrest in
the surgical correction of complex cardiac lesion and often requires
left ventriculotomy. We report a case of intraoperative closure of a
large apical VSD using the Amplatzer VSD-occluder in order to shorten
and simplify surgical procedure.
Patient: A 2,5 year old boy with the diagnosis of
double-outlet-right-ventricle (S,D,D) with large, doubly committed VSD,
severe infundibular and valvular pulmonary stenosis and additional
apical muscular defects underwent intracardiac repair. The left
ventricle was baffeled to the aorta, a homograft placed from right
ventricle to pulmonary artery and the largest muscular VSD was
considered for intraoperative device closure.
After right ventriculotomy the large subarterial VSD allowed good
visibility of the apical region from both chambers and easy
localisation and passage of the defect with a 4,5mm probe. After
introducing a guide wire from right ventricle across the VSD into the
left ventricle a short 7-F delivery-sheeth was advanced until it
appeared in the left chamber. The distal retention disc of an
Amplatzer-mVSD-occluder with a waist of 6mm was opened in the cavity of
the left ventricle and aligned to the septal surface by applying
traction on the steering cable. By withdrawing the sheeth the proximal
retention disc opened on the right side straddling the interventricular
septum. Mechanical hold was proven by pushing and pulling the cable
before the device was released by unscrewing it. The whole intervention
was carried out in less than ten minutes and without any complication.
Subsequently surgical procedure was completed.
Postoperative echocardiography showed ideal position of the device but
also an additional large apical mVSD not covered by the device.
Discussion: The interventional closure of the large apical VSD was
simple, time-sparing considering duration of cardio-pulmonary bypass
and avoided left ventriculotomy. Preoperative accurate localization of
all defects is crucial for successful device implantation. Devices with
a larger distal retention disc, covering a larger surface of the
ventricular septum may help in cases of multiple apical defects
EVALUATION OF MYOCARDIAL PERFORMANCE IN FETUSES WITH UNIVENTRICULAR HEARTS USING THE DOPPLER TEI-INDEX
Abstr_Authors: E. Lechner, G. Tulzer, R. Gitter, R. Mair
Abstr_Institution: Children’s Heart Center Linz, Department of Pediatric Cardiology
Abstr_Body:
In fetuses with univentricular hearts the remaining cardiac chamber has
to take over the work of the missing ventricle. Therefore the whole
cardiac output must be pumped by a single ventricular chamber leading
to chronic volume overload. Nevertheless in the absence of significant
atrioventricular valve regurgitation congestive heart failure rarely
occurs. To assess the impact of chronic volume overload on myocardial
performance in fetuses with univentricular hearts the Doppler Tei index
was used. This index is independent of ventricular geometry and heart
rate and can easily be obtained from a Doppler ventricular inflow and
outflow trace. Tei index = (ICT+IRT)/ET, where ICT is isovolumetric
contraction time; IRT: isovolumetric relaxation time and ET: ejection
time. Published normal values show no difference between right and left
ventricles and no change during gestation. A normal Tei index is
considered to be less than 0,42.
Tei - index was measured retrospectively in 20 fetuses (Gestational
age: 31 +/- 8 weeks) with univentricular hearts (Hypoplastic left heart
(HLHS): n=13; tricuspid atresia (TA): n=4; double inlet left ventricle:
n=2). None of the fetuses had any other extra cardiac malformation,
more than trivial AV valve regurgitation, the venous Doppler
measurements were normal and there were no detectable signs of heart
failure in utero. All had birth weights within normal limits and
underwent surgery within the first week of life. Tei index was 0,55 +/-
0,17 (mean +/- std. dev). Only 20% (4/20) had a normal Tei index of
less than 0,42 ( 3 fetuses with HLHS, 1 with TA), 2/20 had an index of
more than 0,80 (2 fetuses with HLHS). Although there was a tendency
towards higher Tei indices in fetuses with single right ventricles
versus single left ventricles, the difference was not significant.
Fetuses with univentricular hearts may have abnormal myocardial
performance. The Tei index might be a sensitive and useful indicator to
detect fetuses at risk for congestive heart failure.
Frühkorrektur der Fallot´schen Tetralogie und Rhythmusstörungen - Linzer Erfahrungen
Lechner E., Mair R., Gitter R., Grohmann E., Tulzer G.
Kinderherzzentrum Linz
Hintergrund: Palliation mit BT–Shunt und Korrektur der Fallot´schen
Tetralogie nach dem 6. Lebensmonat galt als Standard der Behandlung.
Trotz niedriger Opmortalität kam es Jahre später zum Auftreten von
ventrikulären Arrhythmien und plötzlichem Herztod. Durch die
Fortschritte der Kardiochirurgie und der Kardiotechnik wurde die
primäre Frühkorrektur zur Therapie der Wahl. Meist wird so eine
Muskelresektion im rechtsventrikulären Ausflußtrakt vermieden, der
Entwicklung einer massiven Rechtsventrikelhypertrophie vorgebeugt und
es wird die Sauersoffsättigung frühzeitig normalisiert und eine
jahrelange Zyanose mit ihren Folgeschäden verhindert. Ziel dieser
Untersuchung war es die Prävalenz von EKG – Veränderungen und
Rhythmusstörungen nach Frühkorrektur der Fallot’schen Tetralogie zu
analysieren.
Methode:
Die Krankengeschichten, EKGs und Langzeit EKGs von 54 konsekutiven
frühkorrigierten Patienten von1995 – 2001 wurden retrospektiv
analysiert. 46 Patienten hatten eine Pulmonalstenose, 8 eine
Pulmonalatresie.
Das Alter war 3 – 111 Tage (median: 42), das Gewicht betrug 2 – 6,6 kg (median:3,5).
Ergebnisse:
1 Patient verstarb am 4. postoperativen Tag , die Spätmortalität ist
bis jetzt null. 6 / 53 Patienten bedurften einer Reoperation, 6 / 53
Patienten einer Katherterintervention. Im Nachbeobachtungszeitraum von
im median 18 Monaten haben 27/53 Patienten ( 51%) ein altersgemäßes
Ruhe – EKG, 38/53 Patienten (72%) ein unauffälliges Langzeit – EKG. Ein
Patient wird wegen einer rezidiviernd auftretenden supraventrikulären
Tachykardie antiarrhythmisch behandelt.
Schlussfolgerung:
Die frühe Primäkorrektur bei Fallot mit Pulmonalstenose kann mit
niedriger Mortalität und Morbidität durchgeführt werdenhythmusstörungen
in den ersten Jahren nach früher Primärkorrektur sind selten.
Erfahrung aus 10 Jahren fetaler Herzambulanz
Tulzer G, Lechner E, Gitter R, Arzt W, Kinderherzzentrum Linz
Die pränatale Diagnose von angeborenen Herzfehlern bringt wesentliche
Vorteile für Patient, Eltern und Ärzte. Ziel dieser Arbeit war es die
Erfahrungen mit fetalen Herzfehlernaus 10 Jahren fetaler Herzambulanz
zu analysieren. Die fetale Herzambulanz steht am Ende eines Screening
Programms, welches in den Praxen niedergelassener Gynäkologen beginnt
und über Spezialambulanzen zur pädiatrischen Kardiologie führt.
Seit 1991 wurden 153 Herzfehler bei durchschnittlich 130 Untersuchungen
pro Jahr diagnostiziert mit einem deutlichen Anstieg der Frequenz seit
1996.
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Diagnosen:
Hypoplast. Linksherz 38 |
153 Feten mit Herzfehler Extrakardiale Fehlbildungen: 45/153 (29%) 114 Lebendgeborene (75%) 86 Kinder am Leben nach 1 Monat (56%) |
Hypoplastisches Linksherz (N=38) Interruptio 12 |
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Kompletter AV Kanal (N=20) Interruptio 2 Intrauteriner Fruchttod 3 Lebendgeburt 15 Neonataler Tod: 5 Primäre Korrektur 10 Lebt nach Korrektur 10 Spättod: 0 Jetzt lebend: 10 = 50 % der pränatal dg Fälle 67% der Lebendgeburten 100% der nach operierten Patienten Schwere extrakardiale Fehlbildungen: 5 (7 x Trisomie 21) |
Fallot’sche Tetralogie (N=11)
Interruptio 0 |
Transposition der großen Gefäße (N=11)
Interruptio 1 |
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Embryologie: Entwicklung des Herzens
G Tulzer, Kinder Herzzentrum Linz
Das Herz entsteht als ein sehr komplexes Organ mit zahlreichen
parallelen und überlappenden Prozessen, die beim menschlichen Embryo
bereits 3 Wochen nach der Konzeption zu einem funktionierendem
pumpenden Schlauch führen. Ca 8 Wochen post ovulationem ist das Herz
völlig septiert. Zu dieser Zeit sind bereits gravierende
Septierungdefekte wie z.B. der komplette AV Kanal entstanden, die nicht
mehr verschwinden oder repariert werden können. Die Modellierung der
ventrikulären Trabekel in einen rechts- und linksventrikulären Typ
sowie die Ausbildung der fibröse Arioventrikular- bzw. Semilunarklappen
ist schließlich mit 14 bis 16 Wochen abgeschlossen.
Entwicklung des Herzschlauches:
Das Herz entsteht aus dem Mesoderm. In der kardiogenen Zone entstehen 2
Endothelschläuche, die sich über den 1. Aortenbogen in die dorsalen
Aorten fortsetzen. Die beiden Endokardschläuche verschmelzen von
kranial nach kaudal zu einem einheitlichen Herzschlauch, welcher sodann
zu schlagen beginnt (22.Tag)
Bildung der Herzschleife:
Der Herzschlauch besteht aus folgenden Abschnitten:
1) Sinus venosus: Einmündung der großen Venen
2) Vorhhofabschnitt: liegt außerhalb der Perikardhöhle
3) Embryonaler Ventrikel: wird zum linken Ventrikel
4) Bulbus cordis: rechter Ventrikel
Da der Herzschlauch in der Folge viel schneller wächst als die
Perikardhöhle kommt es zur Bildung einer Schleife nach rechts (D-loop).
Aus dem embryonalem Ventrikel entwickelt sich der linke Ventrikel. Der
untere Anteil des Bulbus cordis wird zum rechten Ventrikel der obere
Anteil wird zum Konus cordis, der sich durch Ausbildung eines spiralig
gedrehten Septums später in 2 getrennte Ausflußbahnen für die beiden
Ventrikel unterteilt. Daran schließt sich der Trunkus arteriosus an aus
dem später Aorta und Pulmonalarterienhauptstamm wird.
Bildung der Herzsepten:
Diese entwickeln sich zw. Tag 27 und 37 – in diesem Zeitraum wächst der
Embryo von 5 auf etwa 16 mm. Das membranöse Ventrikelseptum entwickelt
sich später als das muskuläre Septum.
Bildung der Klappen:
Nachdem durch die Verschmelzung der Endokardkissen der AV Kanal in ein
rechtes und linkes Ostium unterteilt worden ist, kommt es zu
lokalisierten Mesenchymproliferationen um jedes Ostium herum. Diese
werden auf der Ventrikelseite ausgehöhlt. Das übriggebliebene
Muskelgewebe in den Strängen auf der Ventrikelseite der Klappen
degeneriert und wird durch Bindegewebe ersetzt. Die Semilunarklappen
werden, nachdem die Unterteilung des Trunkus arteriosus fast
abgeschlossen ist, als kleine Höckerchen sichtbar und sind bei einem
Embryo mit 40 mm Länge fertig ausgebildet.
Physiologie und Pathophysiologie der fetalen Zirkulation
G Tulzer, Kinder Herzzentrum Linz (www.kinderherzzentrum.at)
Der fetale Kreislauf unterscheidet sich vom postnatalen Kreislauf im
wesentlichen durch 1) 3 Shunts (Duktus venosus , Foramen ovale und
Duktus arteriosus Botalli) und 2) durch das parallele Arbeiten von
linkem und rechten Ventrikel.
Der Duktus venosus (DV)ist eine direkte Verbindung zwischen Nabelvene
und Vena cava inferior (VCI). Darüber erreicht gut oxygeniertes Blut
auf direktem Weg unter Umgehung des Leberkreislaufs das Herz. Bei
normalen Kreislaufverhältnissen wird ca. 30 – 50% des Nabelvenenblutes
geshuntet, in Stressituationen (z.B.Hypoxämie, Hypovolämie) deutlich
mehr. Aufgrund der besonderen Form des DV erreicht dort das Blut die
höchste Geschwindigkeit im fetalen venösen System. Noch knapp vor der
Einmündung in den rechten Vorhof überkreuzt die schnelle Fluß jenen der
VCI und gelangt dadurch direkt durch das Foramen ovale in den linken
Vorhof, der so das sauerstoffreichere Blut erhält. Dies stellt sicher
dass über den Weg: linker Ventrikel – Aorta Koronargefäße und Gehirn
präferentiell mit Sauerstoff versorgt werden können. Eine Enge bzw. ein
vorzeitiger Verschluß der Foramen ovale würde zu gravierenden
hämodynamischen Verhältnissen führen indem dann zuwenig Blutvolumen den
linken Vorhof und damit auch den linken Ventrikel erreichen kann, was
ein zu geringes Wachstum der linksseitigen Herzanteile bewirken würde
bis hin zum hypoplastischen Linksherz. Der Duktus arteriosus Botalli
(DAB) stellt einen wichtigen Bypass für die fetale Lunge dar. 80 – 90%
des rechtsventrikulären Schlagvolumens fließen durch den DAB und
stellen so die Perfusion der unteren Körperhälfte durch den rechten
Ventrikel sicher. Die Verteilung des fetalen cardiac outputs ist der
unteren Graphik zu entnehmen wobei angemerkt werden muß, dass diese
Daten von fetalen Lämmern stammen und nicht unbedingt exakt auch für
den humane Fetus gelten (speziell die Lungenperfusion ist höher beim
humanen Feten).
Die parallele Arbeitsweise der beiden Ventrikel ermöglicht es dem Feten
selbst komplexe Herzfehler mit Klappenatresien bzw.
Ventrikelhypoplasien ohne größere Probleme zu kompensieren. Bei
Obstruktionen (Atresie) im Bereich der linken Herzhälfte kann mehr Blut
zur rechten Herzhälfte umgeleitet werden und im Extremfall übernimmt
der rechte Ventrikel den gesamten Cardiac Output und versorgt über den
offene Duktus Botalli auch retrograd die Kopf-Halsgefäße sowie die
Koronararterien. Im umgekehrten Fall kann auch der linke Ventrikel
alleine einen suffizienten Kreislauf aufrechterhalten, wobei dann hier
die Lungenperfusion durch einen retrograden Fluß im Duktus Botalli
sichergestellt wird. Die hämodynamische Katastrophe erfolgt somit erst
postnatal mit dem Verschluß der hier lebensnotwendigen Shunts.
Besonderheiten des fetalen Herzens:
Neben dem fetalen Kreislauf bestehen auch wesentlichen Unterschiede in
der Anatomie und Physiologie des fetalen Herzmuskels. So weist das
fetale Myokard eine geringe Anzahl an T-Tubuli, sarkoplasmatischem
Retikulum und Myofibrillen auf. Es besteht im Vergleich zum adulten
Myokard eine geringe Anzahl kontraktiler Elemente pro Gramm
Herzmuskelgewebe und es ist noch keine volle Innervation vorhanden.
Daraus resultiert, dass Feten eine schlechtere systolische und
diastolische Funktion aufweisen und schlechter auf adrenerge
Stimulation reagieren. Der Frank-Starling Mechanismus ist zwar schon
vorhanden, arbeitet aber am oberen Limit.
Fetale Herzinsuffizienz:
Während postnatal eine Herzinsuffizienz durch Kardiomegalie, Dyspnoe,
Tachykardie und Hepatomegalie einfach zu erkennen ist, äußert sich
diese beim Feten doch grundlegend anders. Zwar kommt es auch hier zu
einer feststellbaren Kardiomegalie, aber bis zur Manifestation eines
Hydrops fetalis als Endpunkt der Herzinsuffizienz kommt es vorher zu
echokardiographisch erkennbaren Zeichen wie: Umverteilung des Cardiac
Outputs, abnormaler venöser Doppler, Herzklappeninsuffizienz
(Trikuspidaklappe) und myokardialer Hypertrophie. Es muß erwähnt
werden, daß je nach zugrundeliegender Ursache der Herzinsuffizienz die
Symptome unterschiedlich auftreten können, sodaß es wohl Sinn macht
stets alle diese Zeichen mittels eines Scores zu beurteilen. Ein
solcher Score (Huhta Score) der von JC Huhta entwickelt wurde ist unten
zu sehen. Ein normaler fetaler Kreislauf ist hier mit 10 Punkten zu
beurteilen, je nach Vorliegen eines Symptoms werden Punkte abgezogen.
Angeborene
Herzfehler – Modernes interdisziplinäres Management von
Kinderkardiologie und Herzchirurgie: Therapeutische Möglichkeiten und
Prognose
G Tulzer, R Mair, Kinder Herzzentrum Linz
Die
Prognose angeborener Herzfehler hat sich in den letzten Jahren
dramatisch verbessert. Ein komplexer Herzfehler bedeutete noch vor
nicht allzu langer Zeit Serien von unbefriedigenden Plakativ
Operationen, meist lebenslange Zyanose, schwere körperliche und leider
auch oft sekundäre geistige Retardieren. Dazu kam noch eine Reihe von
Spätkomplikationen an die man anfangs gar nicht gedacht hatte – somit
war ein schwerer Herzfehler mit deutlicher verminderter Lebensqualität
und Lebenserwartung verknüpft.
Ziel der modernen Herzchirurgie und
Kinderkardiologie ist es aber gerade diesen Kinder ein möglichst
normales Leben zu ermöglichen und zwar durch
1. niedriger Mortalität und Morbidität nach Herzoperationen
2. möglichst frühzeitige und vollständig korrigierende Operationen
3. Einsatz von interventionellen Kathetertechniken entweder als Ersatz oder zur Vereinfachung von Herzoperationen und
4. Pränatale Diagnostik
Mortalität und Morbidität: Unten stehende Tabelle zeigt die
Frühmortalität bei Operationen von komplexen Herzfehlern, wie er
derzeit Standard sein sollte. Der Vergleich der Zahlen von Boston
Children´s mit dem Kinder Herzzentrum Linz zeigt, daß gute Resultate
nicht nur an riesigen Zentren möglich sind.
Herzfehler Boston Linz (Anzahl)
AV Kanal 2,9 % 0,0% (58)
VSD 0,0% 0,0% (61)
Fallot IV 2,5% 5,0% (46)
Hyopl. Linksherz 24 % 29% (31)
Die
wesentliche Meilensteine bei der Verbesserung dieser Ergebnisse waren
die bessere chirurgische Technik, Kardiotechnik, Management der tiefen
Hypothermie, verbesserte Kardioprotektion und Neuroprotektion (kaum
mehr Stillstandzeiten durch antegrade Hirnperfusion in tiefer
Hypothermie)
Primäre Frühkorrekturen:
Palliativoperationen wie Blalock Taussig shunts oder
Pulmonalarterienbandig hinterlassen Zyanose bei gleichzeitig
erheblicher Druck oder Volumenbelastung eines Ventrikels. Irreversible
Schäden am Myokard die zu gravierenden Spätkomplikationen führen können
wurden dokumentiert. Zahlreiche Studien haben bereits gezeigt, daß die
möglichst frühzeitige Herstellung normaler Verhältnisse d.h.
Beseitigung von Zyanose und Hypertrophie nicht nur zu einer Reduktion
der notwendigen operativen Eingriffe, zu einer besseren (normalen)
physischen Entwicklung sonder auch zu einer erheblichen Reduktion der
Spätkomplikationen führt. Argumente bzgl. einer höheren Mortalität bei
frühen Operation konnten widerlegt werden.
Einsatz interventioneller Kathetertechniken: Verschlüsse
von intra und extrakardialen Shunts mittels Implantation von
verschiedenen Materialien in selektiven Fällen bzw. Klappendilatationen
haben herzchirurgische Eingriffe abgelöst (Duktus Botalli, ASD,
Aorten-Pulmonal-Re-Isthmusstenose). Zukunftsweisend ist aber die
Kombination beider Methoden bei der in einem Gesamtkonzept Chirurg und
Kardiologe gemeinsam den für den Patienten besten Therapieplan
erarbeitet. (Fenestrierter Fontan, periphere Stenosen,
Unifokalisierungen ...)
Pränatale Diagnose: Die
Möglichkeit der Korrekturoperation beim Neugeborenen als beste
Therapieoption kann aber nur bei rechtzeitiger Diagnose und optimalem
präoperativen Management erfolgen. Zahlreiche Studien belegen
mittlerweile das besser Outcome von Kinder mit pränatal gegenüber erst
postnatal diagnostiziertem Herzfehler. Abgesehen davon besteht kein
Zweifel bezüglich der Vorteile wie frühzeitige Information der Eltern,
kontrollierte Geburt und postnatales Management. Eine Analyse unserer
eigenen Erfahrungen hat ergeben, daß pränatale diagnostiziert Kinder
signifikant besser waren bei: pH Werte bei der Erstaufnahme,
Herzinsuffizienz, Notwendigkeit einer präoperativen Reanimation,
neurologische Komplikationen und früher OP Termin.
Real-time 3D versus 2D echocardiography in fetuses with normal and abnormal hearts
G Tulzer, W Arzt*
Children’s Heart Center Linz, Department of Pediatric Cardiology
* Maternity Hospital of Linz, Department of Prenatal Medicine
Real-time 3D echocardiography is thought to be a better method to
investigate a complex three-dimensional structure like the human heart.
To test clinical feasibility and usefulness of real-time 3D echo in
human fetuses we compared this method to conventional 2D echo in 20
consecutive, unselected fetuses with normal and 10 fetuses with
abnormal hearts. Diagnoses encompassed at least one of the following:
transposition of the great arteries: (n=4); hypoplastic left heart
syndrome (n=3); double outlet right ventricle (n=2); tricuspid atresia
(n=1); critical aortic stenosis: (n=2), tetralogy of Fallot (n=1).
After acquisition of a real-time 3D data-set (duration 1 to 5 seconds;
16 frames/second; 4 to 45 megabyte) it was stored on a remote computer
for later off-line analysis. Acquisition-time was between 0,5 to 2
minutes. Off line analysis (done by a different person, not aware of
the 2D examination result) included identification of: venous
connections, 4-chamber view, atrio-ventricular and ventricular arterial
connections, aortic and ductal arches. In normal fetuses off line
analysis lasted on average 3 to 4 minutes, in fetuses with congenital
heart disease 15 to 40 minutes. Assessment of the 4-chamber view and
outflow tracts was excellent and comparable to the 2D echo in 20/20
normal fetuses, arches in 12/20, venous connections in 10/20. In
fetuses with abnormal hearts, the main pathology was clearly detectable
in all. Compared to 2D echo assessment of chamber size, AV valves,
papillary muscles and VSD relationship was superior or equal, great
vessel anatomy could not be assessed in 1 and was otherwise inferior or
equal. New views provided additional information in 2/10 fetuses.
Real-time 3D echo was reliable for 4 chamber view and outflowtract
screening. Advantages over 2D examination are that it may significantly
shorten examination time, improves patient comfort, provides excellent
data storage and enables electronic data transfer to remote experts,
who can examine the fetal heart in real-time. In abnormal hearts it may
add additional information due to new views and 3D reconstructions,
which can be rotated in space. Limitations were slow frame rate, low
lateral resolution and lack of (color) Doppler.
Kreislaufstillstand versus antegrade zerebrale Perfusion bei Norwood Operationen
R Mair, E Sames, E Lechner, G Geiselseder, G Tulzer
Kinderherzzentrum Linz
Es ist bekannt, daß bei Herzoperationen sogar kurze Phasen von totalem
Kreislaufstillstand in tiefer Hypothermie (DHCA) zu messbaren
neurologischen Schäden führen können. Aus diesem Grund wird in Linz
seit 1997 bei komplexen Aortenbogenrekonstruktionen des Neugeborenen,
die bisher üblicherweiser in DHCA operiert wurden, eine kontinuierliche
antegrade zerebrale Perfusion über einen modifizierten BT Shunt
sichergestellt. Die Verkürzung der Kreislaufstillstandzeit sollte
jedoch weder die Operation erschweren noch die Bypass Zeit verlängern.
Seit 1997 wurde bei 35 konsekutiven nicht selektierten Patienten eine
Operation nach Norwood durchgeführt. Gruppe 1 bestand aus 17
konsekutiven Patienten (14 hypoplastische Linksherzen (HLHS), 3 single
ventricle). Aortenbogenrekonstruktion und Atrioseptektomie wurden in
DHCA durchgeführt. Die Gruppe 2 setzte sich aus 18 konsekutiven Kindern
(16 HLHS, 2 single ventricle) zusammen. Nur die Atrioseptektomie wurde
in DHCA vorgenommen.
Die DHCA Zeit betrug bei Gruppe 1 61,8 +/- 11,1min. gegenüber 3,2 +/- 1,5min bei Gruppe 2.
Analysiert wurden: Überleben, Bypass Zeit, Serum Laktat,
Aufenthaltsdauer auf der Instensivstation, Gesamtspitalsaufenthalt,
neurologische Komplikationen.
Ergebnisse: Es fand sich eine signifikante Verbesserung der
Überlebensrate in Gruppe 2 von 78% gegenüber 59% in Gruppe 1.Keine
signifikanten Unterschiede bestanden im Serum Laktat ( 6,8 +/-
4,2mmol/l vs 5,9 +/- 2,7mmol/l) Kein Patient hatte eine residuale
anatomische Läsion. An neurologischen Komplikationen gab es 1 Insult in
Gruppe 1, keine Probleme in Gruppe 2.
Die Reduktion der Kreislaufstillstandszeit durch die antegrade
zerebrale Perfusion über einen modifizierten BT Shunt führte weder zu
Komplikationen noch zu einer Verlängerung der Norwood Operation und
hatte keinen negativen Einfluß auf das anatomische Ergebnis. Mortalität
und Morbidität einer größeren Population könnten durch diese Methode
aber signifkant verbessert werden.
Kurzzeit Follow-up nach Ross Operation im Kindesalter
G Tulzer, R Mair, A Rosenbichler, E Lechner, E Sames,
Kinderherzzentrum Linz
Dilatation der Aortenwurzel, frühe Homograft Stenose und eingeschränkte
Linksventrikelfunktion aufgrund von koronaren Problemen sind die
wesentlichen Sorgen nach Ersatz der Aortenklappe durch den pulmonalen
Autograft im Kindesalter. Ziel der Studie war es das Kurzzeit Follow-up
der in unserem Zentrum operierten Kinder zu analysieren.
Dazu wurden die Echokardiographien und Krankengeschichten von 13
konsekutiven Kindern, die aufgrund einer schweren Aorteninsuffizienz
einer Ross Operation unterzogen wurden retrospektiv ausgewertet. Das
mediane Alter bei Operation betrug 10 +/- 5,4 Jahre, das mediane
Gewicht 31,8 +/- 17 kg. Alle Patienten überlebten (medianer
Spitalsaufenthalt: 14 +/- 5,8 Tage). Die Neo-Aortenklappe zeigte keine
oder eine triviale Insuffizienz bei 12/13 nur bei einem Kind bestand
eine Grad II Insuffizienz. Das mediane Follow-up betrug 25+/-18 Monate.
Ausgewertet wurden LVEDD, FS, max Durchmesser auf der Höhe des
Aortenklappenrings und der Sinus Valsalvae.
LVEDD nahm nach der Operation signifikant ab (p<0,0001) Die LV FS
nahm unmittelbar postoperativ von 32+/-5 auf 23+/-7 ab (p<0,003)
normalisierte sich aber innerhalb der folgenden 6 Monate bei allen
außer einem Kind, welches bereits präoperativ eine reduzierte FS hatte.
Postoperativ kam es zu keiner signifikanten Größenzunahme des
Aortenklappenrings wohl aber der Sinus Valsavae nach 12 (p<0,041)
bzw. 24 (p<0,026) Monaten. Die Funktion der Aortenklappe aber war in
keinem Fall beeinträchtigt. Bei einem 2 jährigen Kind mußte bereits
nach 5 Monate der Homograft in Pulmonalisposition aufgrund einer
hochgradigen Stenose ausgetauscht werden.
Die Ross Operation scheint auch im Kindesalter eine sichere Operation
zu sein. Sie führte zu einer prompten Volumenentlastung des LV. Die
verminderte Kontraktion des Ventrikelseptums kann zu einer
vorübergehende Reduktion der LV FS führen. Wie in anderen Studien
konnten auch wir eine Dilatation der Sinus beobachten, allerdings ohne
Beeinträchtigung der Neo-Aortenklappenfunktion. Die Signifikanz dieser
Beobachtungen in bezug auf Koronarfüllung und Klappenfunktion muß in
Langzeitstudien untersucht werden.
Pränatale Diagnose und Outcome von Feten mit duktusabhängigen Vitien
Gitter R, Tulzer G, Lechner E, Mair R, Arzt W.
Kinderherzzentrum Linz
Departement für Pränatal Medizin, Landesfrauenklinik Linz
Die pränatale Diagnose eines angeborenen Herzfehlers mit
duktusabhängigem System- oder Pulmonalkreislauf erlaubt es, das weitere
Management zu optimieren. Ziel der Untersuchung war es, das outcome von
Feten mit suspektem Ductus-abhängigem Vitium zu analysieren.
Patienten und Methodik: Im Zeitraum von 1991 –3/ 99 wurde bei insgesamt
43 Feten der Verdacht auf einen duktusabhängigen Herzfehler gestellt.
Die Diagnose wurde im Schnitt in der 32. GW gestellt. Diagnosen
lauteten 14mal hypoplastisches Linksherzsyndrom (HLHS), 8 mal
Aortenisthmusstenose (ISTHA), 5mal Fallotsche Tetralogie (TOF), 2 mal
Trikuspidalatresie und 14mal andere. Bei 8 Feten fanden sich weiters
gravierende extrakardiale Fehlbildungen.
Ergebnisse: 9 Feten verstarben intrauterin, bei den übrigen 34 Feten
wurde ein in-utero-Transfer geplant und in 32 Fällen durchgeführt. Von
den 34 Neugeborenen stellte sich bei 10 der Herzfehler als nicht
duktusabhängig heraus, 5 der 24 Kinder mit duktusabhängiger Zirkulation
verstarben präoperativ, sodaß 19 Kinder zur Operation kamen. Der
operative Eingriff wurde im Schnitt am 3. Lebenstag (+/- 2,1)
durchgeführt. Zwischen Geburt und Operation kam es zu keinen ernsten
Komplikationen. Perioperativ verstarben 5 Kinder (3 mal HLHS, 1mal
Pulmonalatresie mit intaktem Ventrikelseptum, 1 mal Shone-Komplex); in
14 Fällen bestand ein zufriedenstellendes operatives Ergebnis.
Schlussfolgerung: Die pränatale Diagnose eines duktusabhängigen
Herzfehlers ermöglichte ein optimiertes geburtshilfliches und
kardiologisches Management, wodurch die Kinder rasch und in gutem
Zustand zur Operation gelangten. Personelle sowie materielle Ressourcen
konnten besser genützt werden.
Hypoplastisches Linksherz Syndrom – Linzer Erfahrungen 1997 - 2001
E Lechner, G Tulzer, R Mair, G Geiselseder, R Meindl, A Anzengruber
Kinderherzzentrum Linz
Das Hypoplastische Linksherz Syndrom galt lange Zeit als inoperable
Fehlbildung mit 100 % Mortalität. Derzeit stehen 2 therapeutische
Methoden zur Verfügung: Herztransplantation oder die Operation nach
Norwood. Ziel dieser Untersuchung war es retrospektiv die Erfahrungen
mit Diagnostik, Verlauf, Therapie und Outcome am Linzer
Kinder-herzzentrum zu analysieren.
Seit Oktober 1995 wurde in Linz bei 36 Kindern die Diagnose HLHS
gestellt (davon 11 mal pränatal). Analysiert wurden: Outcome der
Schwangerschaft, bei operierten Kindern Mortalität sowie Morbidität
anhand von postoperativen Komplikationen, Dauer des Intensiv- und
stationären Aufenthalts, somatischer und neuromotorischer Entwicklung.
Die pränatale Diagnose erfolgte im Schnitt in der 30. Gestationswoche.
3 Schwangerschaften wurden terminiert. Von den 34 Neugeborenen wurden
32 nach Norwood operiert. Im median erfolgte die Operation am 7,5
Lebenstag bei einem durchschnittl. Gewicht von 3,4 kg. 5 Kinder hatten
auch extracardiale Fehlbildungen. In den Jahren 95/96 starben alle von
4 operierten Kindern. Seit 1997 haben 19/28 Patienten (69%) die Norwood
Stage I Op. mit einem durchschnittl. Intensivaufenthalt von 12,8 Tagen
und einem stationären Aufenthalt von 34,4 Tagen überlebt. Frühe
postoperative Komplikationen waren Thromboembolien (n=3), Krampfanfälle
(n=4), Arrhythmien (n=1), Aortenruptur (n=1), SVT (n=1. Vor Stage II
verstarben 4 Kinder (fulminante Sepsis , Isthmusstenose, resp. Infekt,
Nonrotation des Darmes mit unmöglicher enteraler Ernährung). 13/15
Kindern haben Stage II (bidirektionaler Glenn) ohne Komplikationen
hinter sich. Die 2 Todesfälle nach Glennoperation sind auf bereits vor
dem Eingriff bestehende schwerwiegende Komplikationen zurück zuführen
(1x Herzversagen bei Z.n. CPR, 1x Umbaulunge nach Langzeitbeatmung).
Die somatische Entwicklung verläuft bisher bei allen Kindern
perzentilengerecht, seitens der neuromotorischen Entwicklung besteht
bei einem Patienten eine armbetonte Hemiparese links und bei 4 Kindern
ein harmonischer EWR, 8 Kinder sind völlig altersgemäß entwickelt.
Das HLHS wird häufig, aber meist relativ spät pränatal diagnostiziert.
Die Mortalität der Stage I Norwood Operation ist hoch und das
perioperative Management extrem komplex, sodaß nur durch zunehmende
Erfahrung und intensive Teamarbeit Verbesserungen möglich sind. Nach
erfolgreicher Stage I und II Palliation besteht die Möglichkeit einer
nahezu normalen Entwicklung im Kleinkindesalter.
Frühkorrektur des kompletten AV-Kanals - Erfahrungen aus 34 Fällen
Ch Prenneis, G Tulzer, R Mair, G Geiselseder, A Anzengruber, E Lechner
Kinderherzzentrum Linz
Die Korrektur des kompletten AV-Kanals vor dem 6. Lebensmonat wird
aufgrund des niedrigen Operationsgewichtes der Patienten bislang als
risikoreich eingestuft.
Ziel dieser Untersuchung war es bei frühkorrigerten Patienten retrospektiv Morbidität und Mortalität zu analysieren.
Im Zeitraum von 1995 bis 1999 wurden am Linzer Kinderherzzentrum 34
konsekutive Kinder (19 w : 15 m) mit kompletten AV-Kanal primär mittels
Single-Perikard-Patch-Technik im ersten Lebenshalbjahr korrigiert.
30/34 waren Kinder mit Mb. Down, bei 3 /34 wurde zuvor eine kritische
Aortenisthmusstenose korrigiert, 1 Patient hatte zusätzlich eine
Fallotsche Tetralogie, weitere assoziierte Fehlbildungen wie
Omphalocele, Analatresie, oder Duodenalatresie (je 1 Pat.) wurden
vorher operativ saniert. Das mittlere Alter bei Operation betrug 1oo
Tage das Operationsgewicht lag bei ca. 45oo g ( 2340 - 5600g)
Alle Patienten haben überlebt, bei einem Pat. bestand bereits im Alter
von 5 Monaten eine fixierte pulmonale Hypertonie, alle anderen
Patienten hatten unmittelbar postoperativ normale Pulmonalisdrücke,
kritische pulmonal hypertensive Krisen wurden nicht beobachtet.
Frühkomplikationen nach der Operation waren Chylothorax (2x), bei
keinem Patient mußte ein permanenter Schrittmacher implantiert werden.
Neurologische Auffälligkeiten traten postoperativ nicht auf, die
somatische Entwicklung der Kinder entspricht weitgehend der normalen
Entwicklung bei Mb. Down. Nur bei 2 Patienten besteht eine höhergradige
Mitralklappeninsuffizienz (Grad III°), keine oder nur eine triviale
Insuffizienz liegt bei 28 Pat. vor, bei 4 Pat. ist die Insuffizienz
zweitgradig. Der Perikardpatch ist bei allen Pat. echocardiographisch
dicht und ohne Auffälligkeiten.
Durchschnittlich wurden die Kinder am 4 Tag postop. extubiert, der
Aufenthalt auf der Intensivstation war ca. 6 Tage, am 14. Tag
postoperativ konnten die Kinder wieder in häusliche Pflege entlassen
werden.
Schlussfolgerungen:
Die frühe Korrektur des kompletten AV-Kanals in den ersten 6
Lebensmonaten ist eine sichere, komplikationsarme Operation mit sehr
gutem Outcome. Die niedrige Prävalenz von höhergradigen postoperativen
AV-Klappeninsuffizienzen ist möglicherweise auf die geringe
Vorschädigung der Klappen zurückzuführen.
Primäre Frühkorrektur der Fallot`schen Tetralogie im Neugeborenen oder Säuglingsalter
Linzer Erfahrungen anhand von 29 konsekutiven Fällen
G Tulzer, R Mair, G Geiselseder, E Lechner, R Gitter, M Pusch
Kinderherzzentrum Linz
Die Frühkorrektur der Fallot´schen Tetralogie schafft frühzeitig wieder
physiologische Verhältnisse trägt aber möglicherweise ein erhöhtes
Risiko. Ziel dieser Untersuchung war es die Erfahrungen des Linzer
Kinderherzzentrum mit der Frühkorrektur zu analysieren.
Seit 1995 wurden 29 konsekutive Neugeborene oder Säuglinge mit der
Diagnose Fallot´sche Tetralogie mit Pulmonalstenose (N= 23),
Pulmonalatresie ohne aorto-pulmonale Kollateralgefäße (N=5) oder mit
fehlender Pulmonalklappe (N=1) gestellt. Bei 6 Kindern bestanden
extrakardiale Fehlbildungen, 2 Kinder waren Frühgeborene (32.SSW) Alle
Kinder wurden primär korrigiert mit einem medianen Alter von 34 ± 66
Tage (3-287), darunter 12 Neugeborene. Medianes Gewicht: 3.690g ± 960
(2000 bis 6400g). Dabei war ein transannulärer Patch in 22 Fälle
notwendig, ein Homograft in 5 Fällen. Analysiert wurden: Frühmortalität
innerhalb 4 Wochen postoperativ, Tage auf Intensivstation, stationäre
Aufenthaltsdauer, postoperative Komplikationen, somatische und
neuromotorische Entwicklung.
2 Kinder verstarben früh (6,9%) 1 Kind mit Koronaranomalie. 2 Kinder
verstarben spät (1 Kind plötzlich wegen susp. Arrhythmie, 1 Kind 1 Jahr
postop. mit hochgradiger Subaorten- und Conduitstenose.
Intensivaufenthalt median 3±2,9 Tage, postop. Aufenthalt median 15±11
Tage. Frühkomplikationen waren alle nur passager: Niereninsuffizienz
(N=1), mechanische Hämolyse (N=1), 1-maliger Krampfanfall (N=2),
Arrhythmie (N=2). Spätkomplikationen: Stenose der linken
Pulmonalarterie (N=6, Dilatation 6-mal, OP 1 mal), Patchaneurysma
(N=2), Homograftstenose nach 1 Jahr (N=1), supraventrikuläre
Tachykardie (N=1), kleiner VSD Restshunt (N=1). Die somatische und
neuromotorische Entwicklung verläuft bei allen Kindern mit 1 Ausnahme
(primärer Entwicklungsrückstand) normal.
Diese Daten bestätigen, daß die primäre Frühkorrektur der Fallot´schen
Tetralogie ein sicherer Eingriff mit niedriger Komplikationsrate und
ausgezeichnetem (zumindest Kurzzeit-) Outcome zu sein scheint.
Erste erfolgreiche in-utero Valvulotomie bei einem Feten mit Pulmonalatresie mit intaktem Ventrikelseptum
G Tulzer, W Arzt, R Mair
Kinderherzzentrum Linz, Department für Pränatalmedizin, Landesfrauenklinik Linz
Bei einem Feten in der 27. Schwangerschaftswoche wurde eine
Pulmonalatresie mit intaktem Ventrikelseptum (PAIVS) diagnostiziert. .
Die fetale Echokardiographie dokumentierte eine signifikante,
holosystolische Trikuspidalinsuffizienz (TI), suprasystemische
Rechtsventrikeldrücke und Zeichen eine fetalen Herzinsuffizienz
aufgrund enddiastolischer Pulsationen in der Nabelvene. Aufgrund der
schlechten Prognose wurde die Indikation zu einer intrauterinen
Intervention gestellt. Mit einer speziellen Punktionshadel (1,6 mm
Innendurchmesser) wurde eine ultraschallgezielte Punktion des
hypoplastischen rechten Ventrikels durchgeführt. Mit der Nadelspitze
wurde anschließend die membranöse Pulmonaltresie perforiert. Danach
erfolgten mehrere Dilatation der rudimentären Pulmonalklappe mittels
eines durch das Lumen der Nadel eingeführten 2,8 F Standard
Koronardilatationskatheters (4 mm / 1,5 cm). Unmittelbar nach dem
Eingriff konnte ein turbulenter antegrader Fluß mit max 1,5 m/s über
der Pulmonalklappe in Verbindung mit einer Pulmonalinsuffizienz
dokumentiert werden. Die Geschwindigkeit der TI ging auf 1,8 m/s zurück
und die Dopplerkurve über der Trikuspidalklappe besserte sich von einem
monophasischem auf ein biphasisches Muster, während der venöse Doppler
unverändert blieb. Nach 4 Wochen hatte die Geschwindigkeit über der
Pulmonalklappe wieder auf 3,4 m/s zugenommen, die TI war nicht mehr
nachweisbar, die Herzinsuffizienzzeichen rückläufig. Ein intrauterines
Wachstum des rechten Ventrikels konnte durch die Zunahme des
Trikuspidalklappen bzw. Pulmonalklappenrings dokumentiert werden. Die
Entbindung erfolgte in der 38. Woche per Sectio. Nach einer
erfolgreichen Valvulotomie am 1. Lebenstag wurde am 5. Tag ein
modifizierter BT Shunt angelegt. Postnatal konnte eine weiteres
Wachstum des rechten Ventrikels beobachtet werden, im Alter von 6
Monaten ist die Entfernung des BT Shunts geplant wodurch eine
biventrikuläre Physiologie erreicht wäre.
Die Eröffnung einer valvulären Pulmonalatresie beim Feten ist möglich.
Sie führt zu einer verbesserten Hämodynamik und Wachstum der
rechtsventrikulären Strukturen. Dies könnte ein Ansatz sein hochgradige
Ventrikelhypoplasien zu verhindern.
Short term follow-up after the Ross operation in children
Mair, R., Tulzer, G., Rosenbichler A., Geiselseder.G.
Aortic root dilatation, early homograft stenosis and left ventricular
dysfunction due to coronary problems are major concerns of the
pulmonary autograft replacement of the aortic root in children. The
purpose of this study was to assess the short-term follow-up in
children after the Ross procedure. The charts of 13 consecutive
children, with severe aortic regurgitation who underwent the Ross
procedure in our institution were retrospectively reviewed. Median age
at operation was 10±5.4 years, median weight 31.8±17 kg. All patients
survived (median hospital stay:14±5.8 days). The neo-aortic valve
showed no or trivial insufficiency in all but 1 child (grade II).
Median follow-up was 25±18 months. Analysed parameters were LVEDD,
diameters of the aortic valve annulus and aortic sinuses and paired
t-test was used for statistics. LVEDD decreased significantly after
surgery (p<0,0001), LV shortening fraction (SF) decreased from 32±5
to 23±7 (p<0,003) but improved to normal within 6 months in all but
1 patient who had a decreased FS preoperatively. Postoperatively there
was no significant increase of the neo-aortic valve diameter
(p<0.089) but a significant increase in diameter at the level of the
sinuses at 12 months (N=7; p<0.041) and 24 months (N=6; p<0.026)
without aortic valve impairment. In a 2-year-old patient the homograft
in pulmonary position had to be changed due to severe stenosis 5 months
after the Ross procedure. The Ross procedure in childhood appears to be
a save procedure and leads to a prompt reduction in LVEDD. Reduced
movement of the IVS might cause transient reduced SF. There was
evidence that dilation of the neo-aortic sinuses occurs. The
significance of these findings regarding coronary filling and aortic
valve competence must be assessed in long term studies.
Elastin: mutational spectrum in supravalvular aortic stenosis.
Metcalfe
K, Rucka AK, Smoot L, Hofstadler G, Tuzler G, McKeown P, Siu V, Rauch
A, Dean J, Dennis N, Ellis I, Reardon W, Cytrynbaum C, Osborne L, Yates
JR, Read AP, Donnai D, Tassabehji M.
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University Department of Medical Genetics and Regional Genetics Service, St Mary's Hospital, Manchester, UK.
Supravalvular aortic stenosis (SVAS) is a congenital narrowing of the
ascending aorta which can occur sporadically, as an autosomal dominant
condition, or as one component of Williams syndrome. SVAS is caused by
translocations, gross deletions and point mutations that disrupt the
elastin gene (ELN) on 7q11.23. Functional hemizygosity for elastin is
known to be the cause of SVAS in patients with gross chromosomal
abnormalities involving ELN. However, the pathogenic mechanisms of
point mutations are less clear. One hundred patients with diagnosed
SVAS and normal karyotypes were screened for mutations in the elastin
gene to further elucidate the molecular pathology of the disorder.
Mutations associated with the vascular disease were detected in 35
patients, and included nonsense, frameshift, translation initiation and
splice site mutations. The four missense mutations identified are the
first of this type to be associated with SVAS. Here we describe the
spectrum of mutations occurring in familial and sporadic SVAS and
attempt to define the mutational mechanisms involved in SVAS. SVAS
shows variable penetrance within families but the progressive nature of
the disorder in some cases, makes identification of the molecular
lesions important for future preventative treatments.
PUBLIKATIONEN DER ABTEILUNG MEDIZINTECHNIK / KARDIOTECHNIK:
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Ch. Auer, R. Mair, G. Geiselseder, P. Buhl, Ch. Gross
Kardiotechnik –German Journal of Perfusion- (2004) 4/ 102-108
Leitlinien
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Myokardprotektion während der extrakorporalen Zirkulation bei kongenitalen Herzerkrankungen.
Ch. Auer, R. Mair, P. Buhl, Ch. Gross
Kardiotechnik–German Journal of Perfusion- (2002) 4/107-111
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